Newsletter vom 02.11.2020

 

Liebe Reisefreunde,

Zwei Ereignisse bestimmen den Novemberanfang.

•        Corona, die neuen Schutzbestimmungen und Appelle

•        Die Wahl zum Präsidenten der USA

Und wir machen uns Gedanken zu Reisen, darüber, was das Jahr 2020 uns lehrt und für 2021 als Perspektiven bereithält.

Die Option, Leben mit dem Virus, ist die wahrscheinlichste. Deshalb wollen wir uns dieser auch stellen. Wer die aktuellen Maßnahmen unserer Regierung sieht, weiß, es geht nicht um die konkreten Orte oder Ereignisse, sondern generell um die Reduktion von zwischenmenschlichen Kontakten. Bliebe es dabei, wären Gruppenreisen wohl auch 2021 im Visier der Gesundheitspolitiker. Bliebe die Angst vor dem Virus, so bliebe auch der Spaß an solchen Reisen verloren. Allerdings kann auch Gewöhnung Verhalten ändern, wer zwei Wochen Irland bucht träumt dennoch von Sonne, wird sich aber dank entsprechender Kleidung mit der Witterung angesichts der Schönheit der Insel damit leicht versöhnen. Es liegt also, wie unsere Kanzlerin in diesem Kontext betont, immer auch an uns. Und das muss auch so bleiben: Nur wenn Spaß an einer Reise besteht soll sie auch unternommen werden! Ob wir das 2021 hinbekommen werden wir sehen. Die aus Griechenland heimgekehrte Reisegruppe einer katholischen Gemeinde ist jedenfalls glücklich über diese Entscheidung.

Wir sieht es 2021 aus, zumal unter Berücksichtigung, dass das Virus sich in den sommerlichen Zeiten gesichert weit weniger aggressiv ausbreitet als in der kalten Jahreszeit. Zudem sind EU Länder nicht Opfer pauschaler Reiseverbote geworden. Deshalb haben wir den Fokus auf Sonne und Wind gelegt. Also zuerst auf die wunderschönen Inseln mit reicher Kultur im Angebot:

Madeira
 
Sizilien

Sardinien

Korsika

Malta

Kreta

Zypern

 

Und in den Sommermonaten dann auch

Island

Irland

Schottland (der Wind pfeift dort stärker als über manche Insel)



Alle diese Reisen lassen sich einwöchig realisieren und können auch mit stationärem Aufenthalt und täglichen Ausflügen angeboten werden.



Wir werben aber auch für die sicheren Regionen in Portugal, Spanien, Italien, Griechenland, dem Baltikum, Südost- und Osteuropa. Zu Osteuropa zählt natürlich auch Georgien und Armenien drücken wir die Daumen, dass der Nachbarschaftskrieg in Aserbaidschan um Berg Karabach bis Jahresende beendet ist.



Da die Erfahrung 2020 zeigt, dass mit Auflagen wie nur zu 50% besetzten Reisebussen zu rechnen ist, wird die Preisbeobachtung neue Anforderungen stellen. Preiswerte Reiseziele sind dann solche, deren Stückkosten (Bus!) möglichst gering ausfallen, da ein Bus pauschal zu bezahlen ist, egal wieviel Gäste sich an Bord befinden.



Die mittleren Entfernungen werden sehr abhängig von den konkreten Entwicklungen vor Ort sein, kompliziert erschien Israel, weniger wohl Marokko, Ägypten, Oman und besonders Usbekistan mit der Seidenstraße.



Fernreisen wollen sehr genau auf das Management gegen die Pandemie beobachtet werden. Sicher darf zur Zeit Namibia genannt werden, sicher sind auch die meisten Ziele im Osten und Südosten Asiens, aber die Länder haben sich nach außen abgeschottet und es bleibt abzuwarten, wie dies in 2021 gehandhabt wird. Auch viele Ziele in der Karibik können bereits wieder bereist werden, vielleicht sollten wir einmal daran erinnern, dass es dort Paradiese gibt, die administrativ zur EU gehören!



Wir werden zum Monatsende und in Kenntnis der Ergebnisse der aktuell brisanten Maßnahmen unserer Regierung dann ein Angebot 2021 konkret vorstellen.



COVID-19

Ich rechne nicht damit, dass die November Auflagen sich während des Winters wesentlich entschärfen werden. Wir stehen schlicht am Anfang des Winters und wer sich global umschaut stellt fest, als der Winter in Südamerika und Australien einkehrte stiegen die Infektionen an, dort gehen sie jetzt zurück und dafür steigen sie in Europa und Nordamerika. Also ein Indikator für den Einfluss des Wetters auf die Pandemie.

Das wusste man aber schon im Februar/März.

Aus den Medien habe ich etwas gefunden, das ich hier anhänge.

•        Zunächst, auch weil viele unserer Freunde durch Gewerkschaftserfahrung und Sozialethik der beiden Konfessionen geprägt sind ein Artikel „Das Elend der Heimarbeit“, den ich bemerkenswert finde.

•        Dann ein Elaborat zu unserer grandiosen Corona App

Und ein Zitat, das mich nachdenklich stimmt und von dem Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU im Bundestag, Ralph Brinkhaus, stammt, gesprochen im Bundestag bei der Aussprache zur Regierungserklärung von Kanzlerin Merkel am 29.10. „In den nächsten Wochen wird sich entscheiden, wo Deutschland und Europa in dieser Welt stehen. Weil wir sehen nämlich eins, totalitäre, autoritäre Systeme kommen mit Mitteln, die wir nicht einsetzen wollen, besser mit dieser Pandemie zu Recht als wir. Und es geht darum, dass wir als offene, demokratische plurale Gesellschaft beweisen, dass wir diese Pandemie auch in den Griff bekommen“.

Da er kaum Brasilien oder Russland gemeint haben kann und Japan, Südkorea oder Taiwan nicht als totalitär charakterisieren wird wollen, bliebe nur ein Land und die Erkenntnis, als gehe es um mehr als nur die Bekämpfung der Pandemie. Wie schön wäre es, er könnte Recht bekommen und die „offene Gesellschaft“ Deutschland und die EU würde alsbald und ebenso erfolgreich wie China die Pandemie beenden oder wenigstens auf kleinste Glutherde eindämmen können. Daumendrücken aber wird wohl nicht helfen und wohin man mit Appellen kommt erleben wir gerade.



Zu den heutigen Wahlen in den USA ließe sich auch einige zu China und dem Handels- und Technologiekrieg der USA sagen, aber mir scheint der Hinweis auf den Artikel „China als größte Herausforderung“ und „Wirtschaftsdaten“ im Anhang dafür ausreichend..

  *
          Bleiben Sie gesund

   Klaus Ludwig

 

 

Wirtschaftsdaten.pdf
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Das Elend der Heimarbeit.pdf
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Trippelschritte.pdf
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Newsletter vom 25.10.2020

Liebe Reisefreunde,

 

2021 kann kommen.

  • Vor einer Woche ist die ERSTE unserer Gruppen 2020 aus Griechenland zurückgekehrt. 
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  • 1. Tag, Montag 05.10.2020
  • Flug nach Thessaloniki
  • Vormittags Flug nach Thessaloniki, das nachmittags erreicht wird. Begrüßung durch Ihre deutsch sprechende Reiseleitung. Transfer zum Hotel. Übernachtung in  Thessaloniki.
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  • 2. Tag, Dienstag 06.10.2020
  • Thessaloniki
  • Thessaloniki ist neben Athen die zweitgrößte Metropole und die Perle Nordgriechenlands. Während einer Stadtbesichtigung sehen Sie die beeindruckenden Mosaike in der byzantinischen Hauptkirche Agios Dimitrios und besichtigen die Agia Sofia sowie die Rotunde bei Kamara. Weiter führt die Besichtigung zur Zitadelle, zum Galeriusbogen und schließlich zum Wahrzeichen der Stadt, dem Weißen Turm. Dieser war einst ein Teil der byzantinischen Stadtmauer mit ihren Burganlagen und Türmen. Danach bleibt Zeit für einen gemeinsamen Stadtbummel in den einladenden Fußgängerzonen im Zentrum. Übernachtung in  Thessaloniki.
  •  
  • 3. Tag, Mittwoch 07.10.2020
  • Pella – Vergina
  • Fahrt nach Pella, der antiken und ehemaligen Hauptstadt Makedoniens, die auch der Geburtsort Alexander des Großen war. Besichtigung der Ausgrabungen mit ihren berühmten Mosaikfußböden. Im Anschluss besuchen Sie das Museum. Weiterfahrt nach Vergina zum berühmtesten archäologischen Fund Nordgriechenlands, den Königsgräbern. Hier wurde auch  König Philipp II, Vater Alexander des Großen, bestattet. Besichtigung des Grabschatzes und des Palastes mit den beeindruckenden Mosaiken. Fahrt nach Kalambaka mit der imposanten Felslandschaft von Meteora. Übernachtung in Kalambaka.
  •  
  • 4. Tag, Donnerstag 08.10.2020
  • Meteoraklöster
  • Auf den Felsentürmen erblicken Sie die in byzantinischer Zeit von Mönchen errichteten Klöster, von denen heute noch 6 bewirtschaftet werden. Man hat diesen eigenartigen geologischen Felsphänomenen den Namen Meteora, d. h. „die Schwebenden“ gegeben, da die Klöster zwischen Himmel und Erde zu schweben scheinen. Früher wurden die Besucher von den Mönchen in Flaschenzügen in die schwindelnde Höhe gezogen. Heute führt eine bequeme Autostraße von Kalambaka hinauf zu den Klöstern. Sie besichtigen wunderbare Wandmalereien, Reliquien und Ikonen von unschätzbarem Wert in zwei Klöstern. Anschließend Weiterfahrt über die Städte Trikala und Lamia nach Delphi, dem „Nabel der Welt“. Am Nachmittag erreichen Sie das Dorf Distomo, eine Gedenkstätte erinnert an das Verbrechen der Wehrmacht, die am 10.6.44 die Bewohner massakrierten und das Dorf niederbrannten. Abends erreichen Sie das nächste Hotel. Übernachtung in Itea bei Delphi.
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  • 5. Tag, Freitag 09.10.2020
  • Delphi
  • Die archäologische Stätte von Delphi erstreckt sich als terrassenförmiges Gelände an den Ausläufern des Parnass. Hier bietet sich ein großartiger Blick hinunter zum Tal des Pleistos und zur Bucht von Itea am Golf von Korinth. Sie besichtigen die Orakelstätte des Lichtgottes Apollon, die im Altertum als Zentrum der Welt galt. Hier traf man sich, um das Orakel zu befragen. Erst mit dem Einzug des Christentums verstummte die sprechende Quelle. Sie sehen die heilige Straße, den Tempel, das Theater, das Athener Schatzhaus und das Stadion. Bevor Sie die anschließende Fahrt  nach Olympia führt, besuchen Sie das Museum. Übernachtung in Olympia.
  •  
  • 6. Tag, Samstag 10.10.2020
  • Olympia
  • In Olympia wird heute noch das Olympische Feuer entzündet. Sie besichtigen das eindrucksvolle Gebäude der Altis - den Zeustempel, der im 5. Jahrhundert erbaut wurde. Außerdem präsentiert sich Ihnen der um 600 v. Chr. erbaute Tempel der Hera. Vorbei an den Schatzhäusern zum berühmten Stadion - das größte der damaligen Welt. Weiterfahrt nach Kalamata. Übernachtung in Kalamata.
  •  
  • 7. Tag, Sonntag 11.10.2020
  • Mani – Gythio
  • Heute fahren Sie zur Halbinsel Mani, eine der rauesten Natur- und eigenartigsten Kulturlandschaft Griechenlands. Unzählige Steinhäuser prägen die Landschaft. Weiter geht die Fahrt zum malerischen Hafenstädtchen Gythio, wo ein Bummel durch die Straßenfluchten mit ihren aneinander gereihten Häusern, den Geschäfte und Tavernen direkt Blicke  auf die Boote und Kaikis, die entlang der langen Mole verankert sind, erlauben. Weiterfahrt an den korinthischen Golf. Übernachtung in Vrahati.
  •  
  • 8. Tag, Montag 12.10.2020
  • Athen
  • Fahrt nach Athen. Die Stadt gilt als das Symbol für Freiheit, Kunst und Demokratie. Eine Stadtrundfahrt führt Sie durch das moderne Athen. Sie erleben eine vitale Großstadt, die ein prachtvolles Farbenspiel abgibt. Beim anschließenden Besuch der Akropolis sehen Sie die Propyläen, den Parthenon-Tempel und das Erechtheion. Das archäologische Museum nimmt Sie mit auf eine kulturelle Reisein die Vergangenheit. Erleben Sie hiernach griechisches Flair bei einem Spaziergang durch die malerische Altstadt Plaka mit ihren vielen Tavernen und Souvenirgeschäften. Rückfahrt zum Hotel. Übernachtung in Vrahati.
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  • 9. Tag, Dienstag 13.10.2020
  • Mykene – Nauplia – Epidaurus  
  • Tagesausflug nach Mykene mit Besichtigung der Burganlage, des Löwentors und der Königsgräber. Sie fahren weiter zum kleinen reizvollen Hafenstädtchen Nauplia, der ersten Hauptstadt des modernen Griechenlands. Genießen Sie einen Spaziergang durch die Altstadt mit ihren vielen alten malerischen Häusern. Die anschließende Fahrt führt Sie quer durch die Halbinsel, vorbei an Weinbergen und Olivenbäumen nach Epidaurus. Dort besuchen Sie das für seine außergewöhnliche Akustik bekannte Amphitheater. Nördlich des Theaters erstreckt sich das Gelände des Heiligtums, das dem Gott der Heilkunst, Asklepios geweiht war. Im Museum präsentieren sich Funde aus dem Ausgrabungsfeld. Rückfahrt entlang der malerischen Küstenstrasse. Übernachtung in Vrahati.
  •  
  • 10. Tag, Mittwoch 14.10.2020
  • Halbtagsausflug Altkorinth 
  • Ausflug nach Altkorinth, einst wichtigste Hafen- und Handelsstadt. Über ihr erhebt sich der wuchtige Felskegel mit der Burgbefestigung – Akrokorinth. An den Befestigungsbauten lässt sich die wechselvolle Geschichte der Stadt und dieser größten und ältesten Burg auf dem Peloponnes ablesen. Sie besichtigen die Agora, die Lechaion-Straße, die Peirene-Quelle und den dorischen Apollontempel. Bei einer Bootsfahrt durch den 6 km langen und 23m breiten Kanal von Korinth, dem berühmten ‚Isthmus’ zum Tor des Peloponnes lässt sich gelebte Geschichte nachdrücklich erfahren. Übernachtung in Vrahati.
  •  
  • 11. Tag, Donnerstag 15.10.2020
  • Athen – Deutschland * Rückreise
  • Freizeit bis zum Transfer zum Flughafen Athen.

                 Nichts dokumentiert diese Reise besser als der Abschied

                 am Flughafen in Athen.

 

        Die 12 Personen, die Gruppe war im Februar noch

        40 Personen stark!,  sammelten für ihre Reiseleiterin Trinkgeld

        und kamen auf insgesamt 700 EURO!

        Mit Tränen verabschiedeten sie sich voneinander, dies

        war die erste Gruppe seit März und die letzte für 2020.

        Ihr Mann ist ebenfalls Reiseleiter für deutsch sprechende Gäste  

        und gänzlich ohne Einnahmen 2020.

        Das Los der free lancer und eine weltweite Katastrophe.

        Wir kommen wieder, das versprechen wir. Ganz sicher nach

        Griechenland und ganz bestimmt in 2021.

        Das Programm, die Ideen und auch die Konditionen werden

        wir im November über diesen Newsletter vorab bekannt geben.

   

        Was sollte uns abhalten?

 

        Corona, Corona und immer wieder Corona.

        Die täglichen Zahlen sind erschreckend, aber wer sich erinnert weiß,

        im März haben alle Fachleute dies vorausgesagt, denn dann beginnt

        jedes Jahr die Erkältungswelle ein und Grippe ist auch eine Infektion!

        Aktuell steigen hierzulande die Infektionszahlen auf fast 15.000 täglich

        und schauen wir weiterhin recht gelassen zu den Nachbarn, denen

        geht es deutlich schlechter.

 

          

Land

Einwohner

Infektionen  insgesamt

In Prozent

    Verstorbene

in Prozent

                                                    Deutschland

     83 Mio

429.181

0,52

10.032

2,33%

Japan

126 Mio

96.599

0,077

1710

1,77%

Südkorea

51 Mio

25.836

0,05

457

1,77%

Taiwan

23 Mio

550

0,002

7

1,27%

 

 

 

 

 

 

 

 

       

 

Bei uns haben sich also zehnmal so viele infiziert wie in Südkorea. Nur die sog. Sterblichkeit der Infizierten ist ähnlich. Warum also sind bei uns so viel mehr Menschen infiziert? Was machen diese Staaten anders? Nun,

die Antwort habe ich schon mehrfach erwähnt, nun kann ich auf den beigefügten Artikel der FAZ von heute verweisen. Die Antwort ist eindeutig. Bleibt die Frage, warum wir im März die Frage Leben & Gesundheit

oder Wirtschaft so entschieden haben, im Mai aber die Frage Leben & Gesundheit oder Datenschutz genau

anders herum.

   

 

          Bleiben Sie gesund

   Klaus Ludwig

 

 

 

Newsletter vom 03.10.2020

Liebe Reisefreunde,

 

Die Bundesregierung hat zum Herbstbeginn die weltweite pauschale „Reisewarnung“ beendet. Was heißt das?

1.      Statt bislang ca 160 Länder, die man nicht bereisen durfte sind es jetzt ca 140. So viele stehen auf einer „Risikoliste“ des RKI (Robert Koch Instituts).

2.      Von den 20, die man bereisen kann, weil dort kaum bis kein Infektionsgeschehen festgestellt werden kann, sind die meisten deshalb so gut im Kampf gegen die Pandemie, weil sie sich vor dem Ausland schützen. Einreise nur gegen Quarantäne.

3.      Damit ändert sich fast nichts.

4.      Allerdings wird alles komplizierter. Beispiel: Eine Reise nach Namibia Anfang November. Aktuell taucht in der Risikoliste Namibia auf. Die Reise kann nicht stattfinden. Aber in 8 Tagen kann das alles anders sein. Dann könnte die Reise stattfinden und dann muss sie der Reiseveranstalter auch durchführen. Vertragserfüllungspflicht. Und was ist in 20 Tagen? Eine Reise durchführen heißt Flüge kaufen, Hotels besorgen, Inlandstransporte buchen, Reiseleitung sowie Restaurants und natürlich Eintrittskarten. Und wir sind nicht die TUI. Wir müssen im Voraus bezahlen. Was, wenn sich der Wind dreht und das RKI Namibia doch zum Risikogebiet erklärt?

Am 5.10., Montag, wird unsere erste Reisegruppe seit Corona abfliegen. Griechenland ist das Ziel. Innerhalb der EU und deshalb schon lange „frei“, und zum Glück auch jetzt kein Risikogebiet. Wäre es eines müssten alle Teilnehmer/innen bei Rückkehr in Quarantäne oder blieben lieber gleich zuhause. 75% der Gruppe, die schon im Januar gebucht hatten, haben sich zwischenzeitlich gegen die Teilnahme entschieden. Angst. Und wir haben reagiert: Keine Anzahlung und Restzahlung direkt an den Organisatoren der Reise, nicht an uns, der erst mit Abreise an uns überweist. So sieht Sicherheit in Zeiten von Corona aus, Kein Cent geht verloren, sollte die Reise auch noch kurzfristig abgesagt werden müssen. Andere Zeiten und absolute Sicherheit für unsere Kunden.

Was wird man wohl dereinst über diese Monate der Pandemie schreiben?

Der für uns bedeutende Tag der Einheit wird in den Medien breit dargestellt, ich habe mir erlaubt, dennoch etwas hinzuzufügen, von dem ich hoffe, es ist nicht auch noch allen bekannt. Das Interview habe ich der FAZ von gestern entnommen. Entzückend, oder? Es könnte auch sachlich unter die Thematik fallen „Was tun wenn die Gesellschaft entschleunigt wird“

Da ich mich mit Tourismus beschäftige und wir KulturenLeben so auch meinen, will ich den Blick aus unserem heutigen nationalen Feiertag einmal weiten und an Reiseziele erinnern, wo wir Völkern begegnen, die weder einen eigenen Staat haben noch in nur einem Staat, also durch staatliche Grenzen getrennt, leben müssen. Wir feiern und das ist gut so. Aber müssten wir letzteren dies nicht von Herzen auch gönnen? Vielleicht sollte unsere Regierung daran erinnert werden, der aktuelle Fall Berg Karabach (Arzach) ist so ein Anlass.

75 Jahre wurde die UNO alt. Sie hat ihre Schwächen, aber kein Instrument, das sich die Welt gab, um Frieden und Sicherheit global zu gewährleisten, ist wirkungsvoller oder besser. Sie ist die Bühne für alle Staaten und ihre Rechte müssen gewahrt, ihre Möglichkeiten ausgedehnt werden. Aktuell wird sie lieber in Frage gestellt, weil ihre grundsätzliche Position die des Multilateralismus ist und sein muss. „USA first“ ist das Gegenteil. Da China in unseren Medien positiv nicht stattfinden darf, bezahlt das Land Anzeigenseiten (83.000,- EUR! Bei der FAZ) und verteilt so an das Publikum den Lob für sich und die UNO.    

Eine der vielen Lügen von Trump hat sich in die Gedächtnisse gebrannt, weil so oft wie möglich wiederholt. Journalisten lernen hier von Werbeprofis. Das Virus hätte China verhindern können. Worum geht es?

1.    Vertuschung. Der Augenarzt Dr. Li aus Wuhan warnt am 30.12.19 Kollegen über Lungenerkrankungen, wird dafür abgestraft. Am 31.12.19 informiert die chinesische Regierung offiziell die WHO über die Verdachtsfälle in Wuhan. Wäre das nicht auch schneller gegangen?

2.    Verzögerung. China habe zu spät das Land abgesperrt und so der weltweiten Verbreitung des Virus Vorschub geleistet. Bislang ist überhaupt nur eine Stadt und eine Provinz gänzlich abgesperrt worden, das ist die Hauptstadt Wuhan der Provinz Hubei mit 10 bzw. 60 Mio Einwohner. In den USA sind selbst zur Hochphase der Pandemie sowohl in Kalifornien als auch in Florida die Menschen fröhlich ihren Strandfreuden und Partywünschen nachgegangen. Der Präsident trommelt ununterbrochen dafür, das Virus nicht ernst zu nehmen.

Fakt ist, dass das RKI am 6.1.20 aufgrund dieser o.a. Informationen eine eigene Arbeitsgruppe zu Covid-19 gebildet hat und „dass das Einzige was man tun musste ab dem 31. Dezember 2019 „bat + coronavirus“ in «PubMed», der U.S. National Library of Medicine, in google eingeben und alle Daten lagen vor.“ (Prof. Dr. Vogt).

Trump äußerte am 7.2. in einem Interview lange vor der Katastrophe, die sein Land dann traf, dass er sehr wohl um die Gefahr wusste und diese verharmloste, um Panik zu vermeiden. Er wirft China also etwas vor, was er selbst dann tatsächlich getan hat. Die Lüge aber ist in der Welt und kein Medium berichtigt sie.

Wir werden mit dem Virus leben müssen, und wie mir scheint, auch können.

Dazu bedarf es Geduld und Disziplin. Der erste Schritt ist getan, denn wir haben den Sinn der Atemschutzmasken verstanden, und die, die dies immer noch nicht tun, tragen dennoch Masken, weil es zum Schutze der Gesellschaft zu einem Gesetz befördert wurde. Sollte demnächst auch die Corona App sich dieser Beförderung erfreuen, werden aus den ca 18 Mio Nutzern sofort 50 Mio plus und damit erst der Sinn der App erreicht, die dann natürlich aus der Verantwortung der Konsumenten in die der Gesundheitsbehörden wandern muss. Bis dahin wird als nächstes ein Testverfahren zur Entspannung beitragen, das uns allen erlaubt, ganz wie ein Schwangerschaftstest, in der Apotheke gekauft und zuhause angewendet, unmittelbar festzustellen, ob ich negativ oder positiv bin und dann die Schlussfolgerungen zu ziehen. Wer infiziert ist bleibt zeitweise zuhause, alle anderen  gehen wieder in die Kinos, Bars, Cafés und Restaurants, in Theater, Konzerte oder Sportveranstaltungen sowie auf Reisen.

Dann haben wir noch einen super Grund zur Freude und sogar weltweit zum feiern.

Bleiben Sie gesund

Klaus Ludwig

 

China muss Anzeigen schalten.pdf
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Newsletter vom 07.09.2020

Liebe Reisefreunde,

 

ohne Corona wäre schön, geht aber nicht. Deshalb in Stichworten NEWS:

* Tests, die wichtig wären und die es bis übermorgen, wenn die bayrischen Schulferien enden, noch gibt für jene, die aus dem Urlaub zurückkehren, wird es so nicht mehr geben. Es fehlen schlicht die Ressourcen. Alles was vorhanden ist, wird für Personal im Gesundheitswesen, in Altenheimen und Kindergärten, auch in Schulen benötigt. Vor dem Jahresende wird dieser Zustand nicht behoben.

* Prof. Dr. Karl Lauterbach hat dies offen bei LANZ mitgeteilt, es wurde deshalb durch die Regierung entschieden, statt der Tests auf die Quarantäne zuzugreifen, ein Mittel, das mit Absicht Reisen behindert, Menschen sollen davon abgehalten werden. Allerdings hatte er auch ein Bonbon mitgebracht: Die heute üblichen PCR Tests werden wohl ab Anfang 2021 abgelöst von einem Speicheltest, der wie ein Schwangerschaftstest funktioniert und von allen zuhause selbst und in Apotheken erhältlich, einfach, schnell und diskret, durchgeführt werden kann. Das ganze dauert 3-6 Minuten.

* Reisen 2020 werden also kaum über die Grenzen der EU hinaus stattfinden können, die Reisewarnungen werden ab Mitte September dann wohl weiterhin und unspezifisch für die ganze Welt außerhalb der EU verlängert werden. Ein Alptraum für den Tourismus und unsere Branche.

* Licht hingegen, so Anstrengungen von Politikern im Bundestag, wird wohl irgendwie in die unselige Insolvenzschutzthematik kommen. Ganz vorne stehen Überlegungen, die Pflicht zur Bezahlung von Flugscheinen nicht mit der Buchung zu verknüpfen, sondern mit der Leistung, also dem Antritt des Fluges. Warum auch sollen Passagiere ein Ticket, mit dem sie im Juli 2021 nach new York fliegen wollen, heute und zu 100% bezahlen? Die Branche wird sich auf Änderungen einstellen und die Pandemie wirkt hier wie ein Katalysator.

Für uns sind die Probleme der Branche auch essentiell und wir fühlen mit den KollegInnen anderer Veranstalter, den Reisebüros, bei Fluggesellschaften und Hotels etc. pp. Wir wissen aber um das viel größere Leid, das die Pandemie in den Traumzielen dieser Welt anrichtet, je ärmer ein Land, desto betroffener die, die von den Besuchen der ausländischen Gäste leben. Unser Fokus war seit Gründung vor 35 Jahren weniger die Logistik des Tourismus und auch kaum der Erholungsaspekt. Vielmehr haben wir dies alles als Teil einer erforderlichen Infrastruktur begriffen und uns eher um Begegnungen gekümmert, für uns zählten Inhalte einer Reise und die Menschen, jene, die in allen Ecken der Welt besucht wurden und jene, die dies gerne, mit Freude, Sympathie, Neugier und sich Einlassen auf Neues und Fremdes, getan haben.  Die ersten Jahre waren schöner, weil vieles neu und unsere Reisen oft Pioniercharakter hatten. Das Tempo der Veränderungen und besonders die Durchlässigkeit von nahezu jeder Destination hat dies verändert. Heute reicht vielen eine Kreuzfahrt, die Kurzausflüge, und das gleich tausendfach, von den Häfen im Programm zu den erreichbaren Orten anbietet. Reisen nach Shanghai haben wir vor zwanzig Jahren mit dem Besuch (und Treffen) im einstigen jüdischen Ghetto verbunden, dem letzten Zufluchtsort für jene, die dem Holocaust entfliehen konnten. Und Reisen nach Nanking führen noch heute zu den Gedenkstätten für John Rabe, einem deutschen Manager der Firma Siemens, der in China bis jetzt größten Respekt und die Liebe der dortigen Menschen genießt (s. Anhang). Lange bevor das Image von China hier zerschlagen wurde, machte eine Verfilmung diesen Mann einem breiteren Publikum bekannt. Heute muss China seitenweise Anzeigenflächen kaufen, um in Deutschland an diesen Deutschen Helden zu erinnern.  Noch früher, als erstes, hatten wir mit der zerfallenden Sowjetunion zu tun. Unwahrscheinliche Erlebnisse und unvergessene Eindrücke. Ich erlaube mir aus aktuellem Anlaß an Tomsk zu erinnern. (s. Anlage) Wir können noch immer authentische Reisen bieten, besonders, wenn wir die entsprechenden Reiseleiter/innen aus der jeweiligen Kultur anbieten können, denn es ist ein Unterschied, ob ein Inka durch Peru führt oder eine diplomierte Reiseleiterin mit ihren Wurzeln aus Spanien oder Italien oder Deutsche, Schweizer bzw. Österreicher durch Peru führen. Die Welt ist so grandios und so reich an Facetten, Eindrücken und auch Meinungen, Wünschen, Träumen und Ängsten. Es wird Zeit, dass Corona uns dies nicht weiter verderben kann. Dazu als letzten Anhang ein gar nicht so aktuelles, aber gültiges update von Prof. Vogt, mit dem wir im März dieses Thema eröffnet hatten.  

 Bleiben Sie gesund

Klaus Ludwig

 

Prof Dr. Vogt update.pdf
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Newsletter vom 18.08.2020

Liebe Reisefreunde,

 

wir sind toll und werden beneidet. So vermitteln es unsere Politiker, die Medien verbreiten es gerne und wir glauben es, auch gerne.

Ich weiß, dass es anders ist, anders z.B. in Asien, genauer im fernen Osten.

21 Millionen haben sich weltweit bis heute infiziert, 8 Millionen sind es aktuell. 25% davon in den USA. 11% in Brasilien und 7% in Russland.

Interessant ist die Relation zur Einwohnerzahl (Spitzenreiter sind Länder am Golf und in Südamerika):

USA 16.495 Infizierte pro 1 Millionen Ew

Brasilien 18.597

Spanien 7.624

Großbritannien 4.805

Italien 4.220

Frankreich 3.258

Deutschland 2.706

aber

Hongkong 608

Japan 450

Korea (Süd) 304

China 61

Thailand 51

Taiwan 21

Kambodscha 18

Vietnam 10

Myanmar 7

Laos 3

Wir sind also gar nicht so toll. Heute kommentierte in der FAZ Patrick Welter dies am Beispiel Japan. (Anlage) Ich war Weihnachten 2019 dort und ja, gefühlt 50% der Menschen trugen in der Öffentlichkeit schon vor Corona aus Rücksicht auf Andere eine Maske. Wir jammern, weil Kinder und Jugendliche dies (teilweise) in der Schule tun müssen, wie unangenehm, und dies im Sommer. Niemals las ich irgendwelche Artikel oder sah Sondersendungen, die sich damit beschäftigten, dass sich die Kinder durch stundenlanges stieren auf Minimonitore die Augen verderben oder unangenehmes feeling hätten, weil ihre Ohren durch Stöpsel belastet werden, die über Funk sicher anregende Musik einflößen. HNO Fachleute werden wissen, ob dies die Gesundheit fördert.

Natürlich hat man in allen Ländern des Fernen Ostens die Pandemie besser im Griff. Dies zu erklären ist simpel für jene, die je dort unterwegs waren. Es ist eine andere Kultur (Lebenseinstellung) und da kratzt Patrick Welter nur an der Oberfläche.

Was haben wir im März 2020 richtig gemacht? Wir haben bei der Abwägung Leben oder Wirtschaft für das Leben entschieden.

Was haben wir zuvor falsch gemacht? Wir haben die Nachrichten aus Fernost nicht ernst genommen, uns nicht auf Covid-19 vorbereitet.

Was haben wir ab April falsch gemacht? Lockerungen ohne Plan und beim Abwägen Leben oder Datenschutz uns für den Datenschutz entschieden.

Das alles läuft in den o.a. asiatischen Ländern anders. Niemand feiert dort Corona Parties oder macht sich über den Staat lustig. Das wichtigste aber ist die Ausnutzung von Wissenschaft & Technik.

Bei uns erweist sich die "Corona App" als Flop, wenn das auch niemand so sagen will (Anlage 2). Aber wer erst mitteilt, dass wenigstens 60% der Bevölkerung sich beteiligen müssten und dann über 20% jubelt, wer nicht weiß oder nicht mitteilt, wie viele nutzen die App (heruntergeladen haben sie ca 16 Millionen, funktionieren tun sie aber nur, wenn sie auch aktiv sind) und, weit wichtiger, wer von den täglich ca 1500 Infizierten gibt seine positive Infektion denn in dieser App ein, teilt also aktiv mit "Ich bin positiv". Nur dann erfahren es nämlich Dritte. Diese sinnentleerte Konstruktion führt ins NICHTS. Die händischen Eingaben von Daten bei den Massentests an bayrischen Autobahnen outen den Wahnsinn, aber niemand wagt es zuzugebn. Vergleichen wir: Wuhan, diese 10 Mio Stadt in China wurde im Januar für 10 Wochen total abgesperrt. Neue Einzelfälle und Angst im Mai ließen die Stadt dann vom 14.5. bis 1.6. in 19 Tagen 9.899.828 Einwohner testen! Hätte man dies händisch erfasst, würde bis heute kein Ergebnis vorliegen, außer zahlloser Selbstmordversuche von betroffenen Schreiberlingen. Wuhan entdeckte 300 asymptomatische Fälle, verfolgte 1174 enge Kontakte und fand keine weiteren positiven Covid-19 Fälle.

Dieses Foto (AFP) "entsetzte" den MERKUR!

In China wirken alle Maßnahmen abgestimmt aufeinander. Maskentragen, Abstand halten, Testen und jede/r ist über eine Corona App für die Gesundheitsbehörden erreichbar. Wie eine Ampel funktioniert die Information: Zeigt meine App grün, ist alles offen, zeigt sie Gelb, habe ich (auch zufälligen) Kontakt mit einem Infizierten gehabt und soll ich mich testen lassen, um auf Grün zurück zu gehen, zeigt sie Rot, muss ich zum Test und ist der positiv, in Quarantäne oder auch ins Krankenhaus. So wird dann möglich, was das Foto aus Wuhan von gestern zeigt. Alle, das gilt nicht nur für Wuhan, die z.B. ein öffentliches Bad besuchen wollen, müssen sich am Eingang zum Ticket mit einer grünen App auf ihrem Mobiltelefon ausweisen. Niemand in diesem Bad ist VIELLEICHT infiziert. Das irritiert uns. Man muss das auch nicht gut finden, aber im TV wurde gerade eine Hightech Firma in Deutschland vorgestellt, Mitarbeiter können das Firmengelände nur nach Scanen ihres Firmenausweis betreten. Diese deutsche Firma hat die Firmenausweise aller Mitarbeiter, wenn sie in Urlaub fuhren, gesperrt. Wenn sie aus dem Urlaub zurückkehrten musste ein negatives Testergebnis vorgelegt werden ehe der Zugang ins Firmengelände wieder freigeschaltet wurde. Unser Staat legt in Restaurants lieber Formulare aus, die die Gäste selbst ausfüllen, die das Personal nicht überprüfen, sondern nur abheften darf. Im Notfall telefonieren Gesundheitsämter  herum, um festzustellen, ob ich die Quarantäne einhalte und auch hier gibt es heftige Strafen, wer Quarantäne Auflagen verletzt. Der Staat behauptet, er setzt auf Das Verständnis der Bürger, diese aber setzen nicht selten und mit Erfolg darauf, dass der Staat weder Mittel noch Personal hat, seine Auflagen zu kontrollieren. In China kontrolliert dies die Corona App. So werden wir nicht lernen, mit der Pandemie zu leben. Statt unsere Freiheiten zu verteidigen, schränken wir sie letztlich mehr ein als jene, die davon weniger haben. Und so werden auch Reisen nicht wieder uneingeschränkt möglich werden. Hätten wir umfassende Tests und ein funktionierendes Kontroll- und Informationssystem über eine App, könnten wir unbedenklich ins Flugzeug steigen. Jede/r an Bord wüsste, dass alle negativ sind und sobald wir wieder zuhause landen, erfahren wir über diese App umgehend, falls wir doch zufällig (natürlich anonym) jemandem begegnet sind und schützen uns und andere.

Hygiene ist ein sehr populäres Stichwort im Kampf gegen die Verbreitung des Virus. Es gibt überall auf der Welt höchst interessante, kurzweilige und didaktisch sehr attraktive Museen, die sich mit der Geschichte der Hygiene, mit Körperkultur beschäftigen. Aufschlussreich. Und ein Besuch macht klar, wie sehr wir unsere Lebensweisen in den Jahrhunderten vor uns angepasst haben. Selbst heute lassen sich dank der Reisen noch Vergleiche im Alltag ziehen. Viele Menschen essen noch mit Händen. Dort, wo es keine Toilettenspülung oder Klopapier gibt weiß jedes Kind, mit welcher Hand was zu tun ist, wird niemals diese beiden Funktionen verwechseln. Es gibt Kulturen, wo das Händeschütteln verpönt ist und nicht wenige, wo das Wasser so rar ist, dass es zum Waschen nicht zuerst gebraucht wird. Vielleicht zwingt uns die Pandemie Änderungen im Alltag auf, vielleicht werden wir schon bald diese gar nicht mehr wahrnehmen. Oder es kommt die Überraschung in Form eines Impfstoffes. Wie es um den bestellt ist zeigt mein letzter Anhang, allerdings darf daraus keineswegs geschlossen werden, es sei bald so weit. Der Wettlauf zeigt nur den Stand des Rennens, aber nicht wo das Ziel zu sehen ist. 

Wollen wir die Angst vor dem Virus verlieren, so müssen wir es schaffen, es zu bändigen oder zu beseitigen. Wir haben vergessen, dass gegen SARS auch kein Impfstoff gefunden wurde. Dieses Virus wurde an seiner Verbreitung gehindert, außer in einer kanadischen Stadt war es aber nur auf den Fernen Osten Asiens beschränkt. Begonnen hatte es im November 2002. Im Juli 2003 erklärte die WHO die Ausbreitung als beendet, noch im April war unsere letzte Reisegruppe unterwegs durch China, ehe das Land sich abschloss und schon 2004 war alles wieder vergessen. Alles wird gut.  

Bleiben Sie gesund

Klaus Ludwig

 

 

Japans Leben mit dem Virus.pdf
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Newsletter 08.08.2020

Liebe Reisefreunde,

was haben wir nach 5 Monaten gelernt?

* Das stärkste aller Gefühle ist Angst

* Alles ist verknüpft, nichts in unserem Alltag ist alleine denkbar.

Ein Blick auf 2021 lohnt bereits. Entgegen meinen Erwartungen werden die Preise nicht steigen, wenigstens nicht anfangs.

Europa

Vorgestern kam ein wunderbarer Dokumentarfilm in PHOENIX "Bulgariens Bergwelten". Bulgarien ist mein Tipp für 2021. Jedes Land ist schön, aber hier ist die Frequenz an Besuchern gering und das Preis- Leistungsverhältnis sehr hoch! Gebirge mit Gipfeln über 3000m und etwa 1000 dort wild lebenden Bären. Wo könnten sie frei leben, sie brauchen Flächen und Verstecke. Bulgarien ist wenig besiedelt, die Städte sind reich an Tradition und Charme, die Menschen gastfreundlich und wissensdurstig, das Leben ist noch entschleunigt und die Kultur von sagenhaftem Reichtum, der sich in phantastischen Bauwerken spiegelt, dort, wo sich Orthodoxie und Islam das Land teilen und Behaglichkeit bei Essen und Trinken immer zu Gast ist. Anders, aber genau so wertvoll und günstig ist der Nachbar Rumänien.

Ich möchte auch an die früher so attraktiven Winterreisen zu Neujahr nach Moskau oder St. Petersburg erinnern, die jetzt auch preislich wieder reizvoll sein werden.

Und der Preis ist es, der 2021 auch animiert, Reisen zu den allseits beliebten Nachbarn Spanien & Portugal und auch Italien, Griechenland und Zypern ins Auge zu fassen, besonders wenn nachgedacht wird, ob z.B. in Spanien oder Italien wirklich schon alle Regionen besucht wurden. Wir beraten sehr gerne und wie immer komme ich auch persönlich vorbei (zwei Personen aus nicht gleichem Haushalt dürfen sich auch dann treffen, wenn das Virus wieder sich stärker in Erinnerung bringt). Europa hat den Vorteil, sehr schön und angenehm, nicht so weit und nicht so fraglich in Zeiten der Pandemie zu sein.

Fernreisen

Alles hängt davon ab, wie wir es lernen, mit Covid-19 zu leben. Nehmen wir z.B. Namibia. Wo bitte soll es dort riskanter sein als zuhause? Es gibt Menschen, ja, und nur die sind es, die das Virus übertragen können. Also je weniger man trifft, desto geringer das Risiko. Namibia ist ein riesiger Flächenstaat und im Unterschied zu Südafrika, besucht man hier keine Städte. Man könnte sogar Windhuk aus dem Programm nehmen, denn nach Namibia reist man wegen Sossusvlei, wegen der Etosha und dieser atemberaubenden Landschaft und der African Dream mit freien wilden Tieren. Namibia ist auch das sauberste und sicherste Reiseland in Afrika. Die, die sich dort um den Tourismus kümmern, sind Profis und haben die meiste Erfahrung mit Besucher/innen aus Deutschland. Sie haben 1:1 unsere Anforderungen an Hygiene Standards bei sich umgesetzt. Infektionen sind dort quasi nur aus Medien bekannt. Verglichen mit Deutschland haben sich in diesen 5 Monaten nur 1% so viele Menschen infiziert. Aber alles wartet wie in vielen anderen Ländern der Welt auf Heilung. Denn diese Länder haben nicht die Mittel wie Deutschland, dem Virus zu begegnen und tun deshalb alles, sich abzuschotten. Anders ist es in Fernost und Südostasien, wo in Erwartung der Hochsaison (beginnt im Spätherbst) alle mit Öffnungen rechnen. Dort sind die Zahlen niedrig und ist die Kontrolle im weltweiten Vergleich am besten organisiert.

   

Wie leben und reisen mit Covid-19?

Nun, es geht und wird auch gehen: Rücksichtnahme auf andere, also Masken tragen wo immer man diesen begegnet. Der Ferne Osten brauchte dafür keine Pandemie, im Winter trugen 50% in der Öffentlichkeit diese Masken, um sich und andere vor Ansteckung zu schützen! Weder Sport- noch Kulturveranstaltungen, weder Kinos noch Bars blieben geschlossen. Und es hilft! Dann Testen. Nicht auf alles hören, sog. Fachleute haben uns im Frühjahr auch erklärt, dass Masken nicht schützen. Testen ist wichtig. Es ist harmlos, kein Eingriff in den Körper. Während der Reise im Flugzeug tragen alle Masken und alle sind getestet. Weder Sorge vor dem niesenden Nachbarn, noch Widerwillen gegen Mundgeruch. Und, ja auch das, weg mit dem Catering. Imbiss und Getränke kann man selbst ins Flugzeug mitnehmen. Was wir vor dem Flug in die Ferne getan haben, tun wir dort noch einmal: Testen. Und so auch wieder auf dem Heimweg.  Erinnert euch an die jahrzehnte quälende Debatte um Krebsvorsorge. Wer frühzeitig weiß, bleibt länger gesund. Und dann die Überprüfung. Nichts da mit FREIWILLIG. Der Flop mit der App lehrt doch: Jede/r mit positivem Test wird erkannt, die Gesundheitsämter senden so Warnungen auf die Mobiltelefone, die sich in zufälligem Kontakt zur positiven Person befanden und bittet diese zum Test. Das dient der eigenen und der Sicherheit der anderen. Das geschieht total anonym und niemand aus dem Gesundheitsamt muss rum telefonieren oder bei Restaurants und Friseuren die sowieso nicht korrekt ausgefüllten Fragebogen einsammeln. Meine Meinung: Das Modewort des Jahres heißt Freiwilligkeit und ich freue mich, wenn noch vor Jahresende die StVO eingesackt, die 'Verkehrssünderkartei' in Flensburg entsorgt und der Schilderwald nebst Ampeln abgebaut wird. Wir bauen zukünftig nur noch auf die Vernunft. Ich bin nur dafür, dass die Blitzer stehen bleiben, dann werden weiterhin Briefe verschickt und darin um freiwillige Spenden für soziale Projekte gebeten. Ich freue mich auf die Zukunft. In Asiens Fernen Osten funktioniert das System mit der App und man hätte es einfach kopieren sollen. 

Ja, ich will, dass wieder gereist werden kann. Baden und wandern kann man auch zuhause, aber die Welt sieht man nur vor Ort!

Die letzte Zeit war voller Jahrestage. 75 Jahre Befreiung vom Faschismus. Jetzt Hiroshima und Nagasaki, zwei Städte die ich dankbar bin, besucht zu haben, diese Atmosphäre aufgesaugt und gespeichert zu haben. Und wer weiß noch, dass der 2. Weltkrieg eigentlich zwei Jahre früher mit dem Überfall Japans auf China begann. Die Japaner richteten in Nanking ein Massaker mit 200 000 Ermordeten an, das größte Verbrechen in der Geschichte von Kriegen, bevor die zwei Atombomben alles änderten. Das Bild mit dem durch Mark & Knochen gehenden gellenden Schrei des kleinen chinesischen Kindes in der Trümmerlandschaft hängt hinter dem Eingang des Museums in Nanking und wird mir immer in Erinnerung bleiben. Eine extra Halle ist dem "Großen Deutschen von Nanking" gewidmet, dem deutschen Kaufmann John Rabe, der damals als Siemens Manager tausende Chinesen vor dem sicheren Tod bewahrte.

Als der Krieg in Europa vorbei war trafen sich vor 75 Jahren Stalin, Truman & Churchill in Potsdam und meinte Letzterer nach Kenntnis des erfolgreichen (geheimen) Tests der Atombombe zu seinem Stabschef A.F.Brooke „ ‚Es würde nicht mehr nötig sein, dass die Russen in den Krieg gegen Japan eintreten, die neue Bombe allein würde genügen, um den Fall zu erledigen. Außerdem würde die Bombe das Verhältnis zu den Russen verändern. Nun könnten wir ihm (Stalin) sagen, wenn Du darauf bestehst, dieses oder jenes zu tun,  dann können wir einfach Moskau von der Landkarte bomben, dann Stalingrad, dann Kiew, dann Sewastopol usw.‘" 

 

Die Pandemie ist schrecklich, aber wir werden lernen, damit zu leben. Wir müssen und wir können es.

Bildungsreisen lösen eine unglaubliche Energie aus, man will sich mit den bereisten Ländern und ihren Kulturen, ihrer Geschichte und Politik beschäftigen. Am liebsten würde ich alsbald eine Reise anbieten, diese auch selbst leiten, die von Hongkong zunächst nach Fujian mit dem Blick auf Taiwan bis ans Himmelsgebirge führt. Ein Land mit mehr Kultur- und Naturschätzen auf der UNESCO Liste wie jedes andere, ein Land mit einem modernen Märchen von der unfassbaren Armut und dem Elend zur zweitgrößten Industrienation der Welt, das aktuell mehr für den Klimaschutz tut, als andere und sowieso in Infrastruktur, Bildung und Technologie mehr investiert als irgendein anderes Land. Und es geht allen deutlich besser seit mit Deng Xiao Ping eine Renaissance chinesischer Traditionen in die Politik Einzug hielt und Konfuzius wie Laotze mit ihren Weisheiten die praktische Würdigung erfahren, die China so gut tut. Ein Land der Gegensätze mit dem vermeintlich "westlichen" Hongkong und der an 1001 Nacht erinnernde Autonome Region Xinjiang mit der moslemischen Minderheit der Uiguren am Rande der zweitgrößten Sandwüste der Erde und im Schatten des Himmelsgebirges. China hat es nicht leicht und nie sollte vergessen werden, dass es gemessen am Pro Kopf Einkommen an ca 70. Stelle der Welt steht, aber es ist so stark und erfolgreich geworden, dass es die führende Nation der Welt in Unruhe versetzt. Die Menschenrechte können es nicht sein, dann müsste sich die USA mit Saudi Arabien beschäftigen. Es ist die Angst um die Pole Position.   

Wenn Pompeo für die USA zum Zapfenstreich bläst, den zweiten Kalten Krieg, diesmal gegen China, führen zu können, hilft es, sich mit der chinesischen Konzeption internationaler Politik vertraut zu machen. Der große Philosoph, Lehrer an der Beijing University, Prof. Zhao Tingyang, 2019 vom Nouveau Magazine littéraire zu einem der 35 einflussreichsten Denker der Welt gekürt, vergleicht und schreibt (2016!): 

„Gleichgültig, ob es sich um den Kampf des Christentums gegen das Heidentum oder den innerchristlichen Kampf gegen Häresien, ob es sich um das Hobbes`sche `Gesetz des Dschungels` oder die marxistische Theorie des Klassenkampfes handelt, ob es sich um die auf dem System der Nationalstaaten beruhende Theorie internationaler Politik oder um Huntingtons `clash of civilisations` handelt, alle diese Auffassungen von Kampf stehen mit dem politischen Freund / Feind - Konzept in engem Zusammenhang. Im Gegensatz dazu beruht (unser Konzept) auf der Annahme, dass es die Möglichkeit geben muss, auf irgend eine Art und Weise jeglichen Anderen in die Ordnung der Koexistenz zu integrieren und auf der Basis gegenseitigen Respekts zu koexistieren.“ Zhao verweist immer wieder auf das Ziel der INKLUSION internationaler Politik. „..wenn Politik sich darin erschöpft, zu erforschen, wie man bis zur letzten Konsequenz kämpft, dann wird sie nicht nur unfähig, Konflikte zu lösen, sie wird im Gegenteil Konflikte verlängern und verstärken (und fragt).. worin läge der Sinn von Politik, wenn sie nicht dazu diente, das Zusammenleben der Menschheit zu ermöglichen und eine friedliche Welt zu schaffen?“

In den Anhang habe ich einen sehr persönlichen Artikel eines US Journalisten gelegt, der seinen (erzwungenen) Abschied aus Hongkong zum Anlaß für einen Rück- und Ausblick nahm.

Träumen ist wunderbar, mag also ein Impfstoff uns von den Lasten der Gegenwart befreien. Bis es diesen gibt sollten wir aber lernen, mit der Pandemie zu leben.

Ich wünsche uns allen gutes Gelingen dabei.

Bleiben Sie gesund

Klaus Ludwig

 

 

Newsletter 14.07.2020

Liebe Reisefreunde,

wer nicht jetzt im Urlaub ist und sich dort bestens erholt ist hoffentlich dennoch guter Dinge. Optimismus ist das wichtigste und Reisen bildet, oder wie gerne zitiert:

„Einmal sehen ist besser als hundertmal hören“

4 Monate ist dies schon unmöglich und niemand weiß, wie lange wir noch auf das Konzept „Reisen in Zeiten von Covid-19“ warten müssen. Reisen ist Bildung und somit wichtig, systemisch heißt das wohl Neudeutsch. Warum es so wichtig ist zeigen auch die letzten 4 Monate und der eingeschränkte Blick auf die Welt: TV und printed media.

Auf der Hitliste fürs bashing steht China ganz oben, gefolgt von Russland. In unserer Generation war fast jede/r auf Besuch in Russland und hat von dort nichts mitgebracht, was hier die Schlagzeilen beherrscht. Natürlich hat man Putin nicht getroffen, aber die Menschen dort und das Land eher ins Herz geschlossen. Und China, ein erstaunliches Land mit vielen wunderbaren Begegnungen und besten Eindrücken, Erfahrungen die zählen. Manchmal helfen mir Kunden und schicken Berichte, die diese Erfahrungen auch beim Thema Corona Pandemie bestätigen. In diesem Kontext ist China nur noch bei TRUMP ein Thema, ansonsten schweigt der Blätterwald, weil es Negatives aus China hierzu nicht zu berichten gibt. Dafür stürzt man sich jetzt auf Hongkong. Primitiv, wie ich versuchte, es in einem Brief an den geschätzten Claus Kleber zu verdeutlichen (Anlage).

Zum Glück stehe ich nicht ganz alleine, denn sein (früherer) Kollege vom ARD, Volker Bräutigam, hat mit freundlicheren Worten und ohne mich und meine Meinung zu kennen mir beigestanden, siehe 2. Anlage. Volker Bräutigam, sitzt aber nicht mehr im Abhängigkeitsverhältnis wie Claus Kleber, vielleicht erklärt dies einiges, sondern hat zudem das Privileg, als Dozent an der Uni von Taipeh in Taiwan, vor Ort gewesen zu sein. Deswegen werbe ich dafür, sich selbst und auf Reisen vor Ort ein Bild zu machen. Auch wenn die Zeit knapp ausfallen muss, so sind diese Reisen unersetzlich und die Erfahrungen und Kontakte wirken ein Leben lang.

Die Erkenntnis wächst: Mitleid mit den Menschen in Wuhan überwog, als im Januar für 76 Tage 10 Millionen vollkommen abgeschottet wurden, doch heute sind wir froh, dass das Virus in China und nicht in den USA ausbrach. Wie sähe die Welt heute aus, wenn es erst zur Grippe erklärt und dann stur nicht an seiner Verbreitung gehindert worden wäre.

Zuhause am TV gebunden meint man, Tourismus sei nur in der EU wieder möglich und wartet gespannt, wann es andernorts wieder losgeht. Es gibt aber längst Länder, wo die Kontrolle über das Virus und seine Verbreitung sogar besser gelingt als in der EU. Und natürlich gibt es dort auch grenzüberschreitenden Tourismus. Nur die EU und auch unsere Regierung ignoriert das. Bis Ende August gilt jene „weltweite Reisewarnung“ und die Folgen, wenn in armen Ländern die weltweit größte Einnahmequelle, der Tourismus, ausbleibt, werden die Opferzahlen der Pandemie bei weitem in den Schatten stellen.

Es freut mich sehr, dank Ihrer Unterstützung, jetzt EUR 500,- als Spende nach Südafrika schicken zu können, für die unser Nndwakulu aus dem Projekt AMATHUBA hier gebeten hat.      „Wir bedanken uns sehr für Deine Hilfe“ schrieb er kürzlich und das gebe ich hier an alle Spender weiter!

 

Ich wünsche uns allen einen superschönen und erholsamen Sommer

Bleiben Sie gesund

Klaus Ludwig

 

 

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Newsletter 29.06.2020

 

Liebe Reisefreunde,

das erste Halbjahr 2020 geht zu Ende und wir können auf 100 Tage CORONA blicken.

Hat jemand im März geglaubt, dass dies uns im Sommer 2020 beschäftigen wird?

Ich nicht. Ich habe aus den Maßnahmen und Begründungen der Regierung eine temporäre, sie sprach von 14 Tagen, Beeinrächtigung gelesen. Meine Freunde in China erinnerten an SARS und waren sich sicher, es wird diesmal nicht so schlimm, weil man ja Erfahrung hat. Nun ja. Jetzt haben wir 100 Tage Erfahrung und ich bin ehrlich, unsere Regierung überrascht mich:

* Zu Beginn "keine Blaupause", aber im Rückblick richtige Entscheidungen getroffen.

* Heute dominieren Themen, was nach der Pandemie geschehen müsse. Der Bundestag debattiert gerade ein Hilfspaket zur Ankurbelung der Wirtschaft. Klingt alles, als wäre die Pandemie (absehbar) vorbei.

* Was mir fehlt ist eine Konzeption, was zu tun ist, wenn die Pandemie einfach bleibt. Und auch wenn ein Ende z.B. mit einem Impfstoff erreicht werden kann, so kann dieser Weg doch noch lange dauern. Und niemand ist bereit zu sagen, wie lange. Aber so ängstlich muss und darf unsere Regierung nicht sein, einmal ehrlich und offen darüber zu sprechen. Es ist höchste Zeit, ganz banal gesagt, darüber zu sprechen, wie wir "durch den Winter kommen". Mir fehlen die Perspektiven. Abstand halten, ok. Masken tragen, endlich begriffen. Mehr testen, schon lange richtig. Die App, tut mir leid, aber das war und ist sinnlose Zeit- und Geldverschwendung. Es werden 50 Millionen Teilnehmer gebraucht (so viele technisch bereite Mobiltelefone gibt es gar nicht in Deutschland), damit eine gesellschaftlich relevante Wirkung erzielt wird. Runterladen aber reicht nicht, selbst wenn es 50 Millionen täten, diese App macht nur dann Sinn, wenn jede/r   Infizierte sich aus Eigeninitiative quasi (anonym) outet und die eigene Infektion meldet, also zur Weiterverfolgung für die App Kontakte frei gibt. Das klingt nicht viel anders als die Prophetie der Maya, am 21.12.12 würde die Welt untergehen, ein Datum, das zum Glück hinter uns liegt. Wir haben uns eines der wichtigsten Instrumente beraubt, um mit dem Virus einigermaßen normal leben zu können. Als im März die Regierung vor der Frage stand, Schutz der Gesundheit & des Lebens oder Schutz der Wirtschaft, hat sie sich für den Schutz des Lebens entschieden. Drei Monate später wägt sie zwischen Datenschutz und Gesundheit ab und entscheidet sich für den Datenschutz. Unfassbar.   

Für Reisen, wenn sie der Begegnung mit anderen Kulturen dienen, gilt ganz sicher, dass Abstand halten alleine kein Konzept ist. Das gilt genauso für alle Kulturveranstaltungen, Konzerte, Opern, Theater, Kino, für alle Sportveranstaltungen, für die gesamte Freizeitindustrie, die für unser Wohlbefinden zusätzlich zur Kultur und Sport auch happenings, shows, Zirkus, Kirmes und Tanzevents, aber auch Ausstellungen und Messen organisieren. Ob wir generell Geselligkeit sein lassen wollen (oder sollen) ist eine sehr heikle Frage. Im Übrigen fallen auch alle politischen Veranstaltungen unter diese Bewertung. Ältere werden sich erinnern, wie Lafontaine mit einer einzigen Rede den Parteivorsitz bei der SPD eroberte - und ob ein virtueller Parteitag der CDU Emotionen zulässt, die die Wahl des Nachfolgers von AKK beeinflussen, darf bezweifelt werden. Aber 100 000 gegen die Stationierung von Atomraketen oder auf der Strecke nach Gorleben sind so ebensowenig denkbar wie die DDR Bürger auf dem Weg zur Party, als die Grenze geöffnet wurde. Es kann und darf nicht so bleiben, niemand kann das wirklich wollen und wer dies nicht sehen will, muss Stuttgart spüren. 

Es bedarf eines Gesamtkonzepts und gerne abgestimmt in Europa und darüber hinaus.

Mit Blick auf Reisen meine ich: Kernstück ist die App, mit der weltweit (unser Prachtstück wirkt nur in Deutschland) nachverfolgt werden kann, ob jemand sich unweit einer infizierten Person befand, damit man dann umgehend per Test prüft, ob man selbst noch negativ ist. Deshalb ist das nächstwichtige der Test. Es ist kein Problem, wenn vor jedem Flug oder Antritt einer Kreuzfahrt ein Test erfolgen muss und genauso wieder bei Rückkehr. Das erhöht die eigene und die Sicherheit aller anderen. Und mittels unbedingter Maskenpflicht in der Öffentlichkeit, wird das Risiko der Übertragbarkeit auf das Maß minimiert, das nach menschlichem Ermessen vertretbar ist. 

Ich habe mich besonders über die modernen "Bilderstürmer" gefreut, eine faszinierende neue Bewegung mit grandiosem Potenzial, Gutes zu tun. Dazu habe ich meine Gedanken in beigefügtem Anhang zusammengefasst. Reisen ist eine phantastische Möglichkeit und hoffentlich bald wieder mit Freude zu genießen.   

 

Ich wünsche uns allen einen superschönen und erholsamen Sommer

Bleiben Sie gesund

Klaus Ludwig

 

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Newsletter 21.05.2020

Liebe Reisefreunde,

 

der Sommer kommt sowieso, geht aber auch wieder. Und das VIRUS?

Es ist da.

Wo, wer weiß das schon.

Es ist winzig und es braucht einen Wirt (so wie der Fisch das Wasser).

Dieser Wirt sind wir. Jeder Mensch ist geeignet.

Aber nicht jeder Mensch hat es und nur ganz wenige wissen davon.

Und will ich das Virus nicht, so halte ich Abstand. Von jedem Menschen mindestens 1,5 bis 2 Meter.

Mehr wissen wir nicht, ach so, wichtig: es ist gefährlich!

 

Loriot wird dies zugeschrieben:

"In Krisenzeiten suchen Intelligente nach Lösungen,

Idioten suchen nach Schuldigen."

 

Ok, zwischen Wissen und Handeln lagen in Deutschland 78 Tage der Untätigkeit.

So haben es "BR" und "WaS" ausgerechnet.

Dann aber wurde losgelegt und wurden Lösungen präsentiert und exekutiert.

Alle können aufatmen, wir sind noch einmal davon gekommen.

Nur dem entschlossenen Handeln folgt jetzt das Zerreden.

Testen - zu teuer und man findet fast nur negative Ergebnisse.

App - zusammen mit Tests das ideale Mittel trotz Corona in den Alltag zurückkehren zu können, wird zerredet und, da lege ich jede Wette ein, nichts werden. Für den Datenschutz lassen wir uns auf unsere Balkone, sofern vorhanden, sperren, umarmen Großeltern nicht mehr, meiden Freunde und Nachbarn, lassen Kinder zuhause und setzen uns im home office gleich dazu. Millionen müssen auf Kurzarbeit und mit 60% zufrieden sein, ganze Existenzen in Mittelstand und Kleingewerbe werden vernichtet und in die Altersarmut getrieben. Macht nichts, Hauptsache keine App. Aber bei Friseur und Gaststätte geben wir wie in den guten alten Zeiten der Spanischen Grippe unsere Daten handschriftlich auf vorbereitete Formulare, die dann für einen Monat in einem Ordner abgeheftet werden. Digital ist anders und Angst stärker als alles.

Impfstoff - wohl noch mindestens zwei Jahre vor uns liegend, stürmen die ersten schon vor und verweigern sich aus Prinzip. Das Allheilmittel, um die Angst loszuwerden und die Menschheit zu retten, hilft natürlich nicht, wenn es in den Apotheken verstaubt, sondern nur, wenn es auch eingenommen wird.

Das alles ist nicht etwa irre, sondern begleitet uns in unserer Welt (wir sind aber auf dem Globus nicht allein und die Impfgegner nur eine kleine Minderheit) quasi als appendix einer demokratischen Gesellschaft. Das Vorbild sind die USA und zu den Erscheinungen gehört nicht nur das Recht, Waffen zu tragen und rumballern zu können, sondern auch, jedem frei zu stellen, ob er/sie sich gegen Krankheit versichern will. Soweit gehen wir noch nicht, obwohl wir schon anfangen über private Zusatzrenten und Krankenversicherung zu fabulieren. Intern, also im Wettbewerb innerhalb des Systems beweisen die Tragödien um Corona, dass ein auf Profit und Freiwilligkeit basierendes Gesundheitssystem versagt und ein staatliches Vorteile hat, an Macron soll hier erinnert werden: 

„Morgen müssen wir die Lehren ziehen aus dem, was wir gegenwärtig durchmachen, das Entwicklungsmodell hinterfragen, in das sich unsere Welt seit Jahrzehnten verwickelt hat und dessen Mängel nun ans Licht kommen, die Schwächen unserer Demokratie hinterfragen. Eines hat sich durch diese Pandemie schon jetzt herausgestellt: Die kostenlose Gesundheit, unabhängig vom Einkommen, Stellung und Beruf, unser Sozialstaat sind keine Kosten oder Lasten, sondern wertvolle Güter, unverzichtbare Trümpfe, wenn das Schicksal zuschlägt. Diese Pandemie hat jetzt schon deutlich gemacht, dass es Güter und Dienstleistungen gibt, die außerhalb der Marktgesetze gestellt werden müssen. Es ist verrückt, unsere Ernährung, unseren Schutz, die Gestaltungsfähigkeiten unseres Lebensrahmens, im Grunde an andere zu delegieren…Die kommenden Wochen und Monate werden Entscheidungen erfordern, die in diesem Sinne einen Bruch darstellen. Ich werde die Sache in die Hand nehmen.“

Ganz anders stellt sich die Wirklichkeit im Fernen Osten dar. Nicht einer Ideologie, sondern einer anderen Kultur geschuldet, gilt bei Abwägung des gesellschaftlichen Interesses mit dem individuellen IMMER das gesellschaftliche als primär. Was wir sympathisch dort erleben, z.B. der Respekt gegenüber dem Alter und dem Fremden hat seine Ursache in dieser Prämisse: Erst die Gemeinschaft, dann ich. Die Rolle des Staates ist es, diese Prämisse durchzusetzen. Würden wir auf die erfolgreichen Maßnahmen, durchaus im Detail unterschiedlich, schauen, mit denen man in China, Japan, Korea, Vietnam oder Singapur als auch in den Staaten Südostasiens sich gegen die Pandemie stemmt, so könnte einiges an Aufregung aber auch Kosten erspart und Erfolge nachhaltiger erzielt werden. Aber, wie schon bei der Bewertung des Virus, das zu jenen 78 Tagen Untätigkeit führte, lehnen wir dies schlicht ab. Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt, der Schweizer der seit 20 Jahren eng mit chinesischen Wissenschaftlern in Wuhan (!) Virenforschung betreibt nennt die Gründe: Arroganz, Ignoranz, Besserwisserei. Wer Deutschland lobt muss immer die Relation sehen: Ein innereuropäischer Vergleich!

 Wie z.B. machen die das in China bei geschlossenen Schulen? Ich habe einen Freund in Shanghai gefragt, der noch nie etwas von homeschooling gehört hatte. In China sind die Schulen auch geschlossen, aber jedes Kind hat zuhause Unterricht, genauso als wäre es in der Schulklasse. Nur passiert alles per Videokonferenz, also so, wie Merkel mit den Ministerpräsidenten verkehrt. Er hat mir ein Video geschickt, ein Bild daraus (wer dies hier nicht sieht kann es im Anhang aufrufen) zeigt das 10 Jahre alte Kind vor dem Bildschirm zuhasue am PC. Der Unterricht beginnt am Morgen um 8 Uhr. Oben rechts sieht man die Lehrerin, sie kann alle Schüler sehen, und oben links eine Klassenkameradin, eingeblendet, weil sie eine Frage hat oder eine Antwort geben soll. Unterricht eben und dies nach Stundenplan. In der Mitte sind die Aufgaben zu erkennen (ersetzt die Tafel im Klassenzimmer) und natürlich würde die Lehrerin merken, wenn jemand nicht anwesend oder unkonzentriert ist. Keine Eltern müssen mit ihren Kindern Aufgaben lösen oder deren Fragen beantworten, kein Kind verpasst etwas oder langweilt sich und stört andere aus Langeweile.

Aus welchem Grund machen wir das nicht auch so? Erstens der soziale Grund, weil schlicht viele Haushalte weder PC noch Internet haben. Die Bundesregierung hat dies erkannt und fördert mit EUR 150,- den Erwerb eines PC.  Aber dann wirds peinlich: Unsere Kapazitäten reichen nicht, um solche Videokonferenzen technisch zu ermöglichen. Das Internet ist zu langsam, unsere Netze sind nicht auf dem neuesten Stand.

Da zeigt sich das oben erwähnte Problem. Wir sind in einem globalen Wettbewerb um das bessere Konzept. Das sind wir zwar schon seit hundert Jahren, aber die Sowjetunion konnte dem Kapitalismus nichts anhaben, höchstens hat es den Westen zusammengeschweißt und zu Höchstleistungen motiviert. Aber als Deng Xiaoping sich an Konfuzius erinnerte und ab 1980 das Kapital der Welt nach China einlud (fälschlich wird überall behauptet, China habe sich geöffnet), um dort zu investieren und traumhafte Profite zu generieren (nur mehr, also z.B. Macht in oder über China war nie im Angebot der KP Chinas enthalten) um dort sagenhafte Gewinne zu generieren, sahen die Investoren nur dies und übersahen, was Konfuzius schon vor 2500 Jahren lehrte: Lernen, lernen, lernen und nur das nehmen, was für das Land nützlich ist. China's Regierung wusste sehr gut, dass sie die "Teufel" nicht ins Land lassen durften, sie waren nämlich schon einmal dort und hatten das Reich der Mitte in den Abgrund gestoßen. Deshalb nahm China das Geld und das know how, schickte hunderttausende junge Menschen an die besten Universitäten der Welt, wo sie fleißig lernten, während zuhause von den besten Firmen der Welt gelernt wurde, wie eigene Forschung und Wissenschaft zu entwickeln sind. Zudem gab Deng marktwirtschaftliche Impulse ins eigene Land und sorgte dafür, dass Reichtum entkriminalisiert wurde. So entstand ein Millionenheer an Wohlhaneden in allen Schichten, die zu riesigen Konsumenten anwuchsen. Heute ist China Reiseweltmeister und was wichtig ist, die Gewinne flossen nicht in ominöse Taschen, sondern in den Aufbau einer gigantischen Infrastruktur, egal ob Bahn oder Straße, Schiff- und Flugverkehr sowieso, China stürmte überall an die Weltspitze und ausländische Firmen reißen sich darum, dort präsent zu sein und Geld zu verdienen. Die großen Zukunftsthemen wie Klimawandel oder Digitalisierung kann China aufgrund gänzlich anderer gesellschaftlicher Verhältnisse, Voraussetzung natürlich der politische Wille seiner Regierung, schneller und effektiver lösen als USA oder EU es je könnten. U.a. ist das Land uns in der Digitalisierung weit voraus und kann deshalb auch eine Herkulesaufgabe, wie Videokonferenzen mit jeder Schulklasse, lösen. Trump bekämpft China nicht, weil es schlecht ist, dann müsste er sich mit Saudi Arabien beschäftigen. Er bekämpft es, weil es besser ist. Noch nicht in allem, aber das Tempo ist atemberaubend und trotz Handelskrieg und Huawei Hysterie, konnte Trump an keiner Front Erfolge vermelden. Dabei hatte 2020 so gut für ihn begonnen. Das Virus traf China hart und die wirtschaftlichen Folgen seiner Bekämpfung führten erstmals seit 40 Jahren zu einem Minuswachstum der chinesischen Wirtschaft. Dieser unsichtbare Winzling kam Trump in seinem Wahljahr wie gerufen. Hämisch lobte er im Januar die KP für ihr beherztes Eingreifen. Was er nicht begriff, ein Virus ist weder national noch ethnologisch, auch nicht ideologisch, sondern einfach Virus und gefährlich. Einmal da, wird es sich verbreiten. Man kann es bekämpfen, seine Verbreitung stoppen, aber auch darin zeigt sich die Kultur und Philosophie des Fernen Ostens, zeigt sich Asien, sofern von klugen Regierungen geführt, dem Westen und unserer Freiheitsliebe, was immer jede/r Einzelne darunter versteht, überlegen. 

Wuhan

Nachdem in der gerade "entseuchten" Stadt mit ihren 11 Millionen Einwohnern 6 neue Fälle auftauchten wurde entschieden, alle (ausnahmslos alle) Einwohner innerhalb von nur 10 Tagen erneut zu testen. Natürlich glaubt das niemand hier im Westen, denn die Medien haben dafür gesorgt, China grundsätzlich zu misstrauen. Aber warten wir es ab. Das MANAGER MAGAZIN berichtet, dass am vorigen Wochenende (Do-Sa) 400 000 Tausend Tests durchgeführt wurden (knapp 4%) und dabei 28 Infizierte ohne Symptome gefunden wurden. Anschließend begann die Kampagne, alle 11 Millionen zu testen. Zum Vergleich: In Deutschland wurden bislang total 3,1 Mio Tests durchgeführt, auch etwa 4% der Bevölkerung!      

Interessant ist China-Bashing eigentlich nicht. Es ist eine der Schweinereien, die Trump als Mittel für seine Wiederwahl einsetzt. Es schürt dies Rassismus und die ersten Opfer sind asiatisch aussehende Menschen in den USA, Ku Klux Clan lässt grüßen. Wer sich mehr dafür interessiert kann im Anhang einen Artikel aus der ZEIT "Donald Trump ebnet China den Weg zur Weltmacht" lesen.    

Die nächsten Wochen werden die spannendsten für uns und das Thema Reisen in Zeiten von Corona werden.

Es wird abzuwarten bleiben, wie sich das Virus ausbreiten wird, wenn die Mobilität wieder normale Maße annimmt, sich Millionen Urlauber auf den Weg zu ihren Zielen machen und wie sich dies in einzelnen Ländern auswirkt, die für diesen Sommer bereits grünes Licht für die Einreise auch aus Deutschland gegeben haben. Sogar Kambodscha hat u.a. für Deutsche die Einreisesperre aufgehoben, bei Fernzielen wird aber abzuwarten bleiben, wie sich der internationale zivile Luftverkehr entwickelt. Darüber werden wir in kommenden Newslettern informieren. Für unsere Firma, die wir auf Begegnung mit fremden Kulturen Wert legen, wird dann alles was der Sommer bringt entscheidend für die Entwicklung im Herbst werden, denn das ist Hochsaison für Gruppenreisen in die Ferne. Schau'n wir mal. 

Bleiben Sie gesund

 

Newsletter 11.05.2020

Zur Erinnerung: Vor zwanzig Jahren haben wir das Projekt AMATHUBA über drei Jahre durchgeführt. Zusammen mit der Bundesregierung und vielen Freunden, auch Kunden, wurden in Deutschland 40 junge schwarze Frauen und Männer aus Südafrika in Deutschland zu Reiseleiter/innen ausgebildet. Jetzt hat Nndwakulu, geb. am 30.5.78, ein Venda, und als Reiseleiter für Deutsch sprechende Gäste, mir von seinem Projekt erzählt, womit er den bitter Betroffenen in Südafrika hilft, so weit es geht. Tolle Sache.  

„Seit 20 Jahren hat sich mein Leben erheblich verändert, und AMATHUBA hat mir geholfen, ein Brot auf den Tisch zu legen, aber vor allem eine Gelegenheit, die Welt und verschiedene Menschen kennenzulernen. Die Zeit, die ich in Deutschland verbracht habe, war die beste Zeit meines Lebens. Menschen, die ich getroffen habe, mächtiger waren Ratschläge und Mut, den sie mir gaben, um in den schwierigsten Zeiten weiterzumachen, als ich anfing, als Reiseführer in Südafrika zu arbeiten.  Diese Erfahrungen sind bei weitem der ermutigendste Teil meines Lebens, den kein Geldbetrag kaufen kann. Es war ein Augenöffner, der mir half, das Leben auf eine ganz andere Art und Weise zu sehen. Vor allem den Lebensstandard anzustreben, um für die Gleichheit und Lebensqualität der Menschen auch in meinem eigenen Land Südafrika zu kämpfen. Deshalb wird Deutschland für mich zur Referenz. Wenn ich auf Menschen und Gemeinschaften stoße, deren Leben immer noch ein Kampf ist, wie wir ihn vor 1994 in Südafrika hatten, weiß ich, dass es immer noch eine große Rolle gibt, die man spielen muss, um Veränderungen herbeizuführen. Ich habe verschiedene Menschen getroffen, die bis heute die Säule meiner Stärke sind. Leute von Volkshochschulen,  Kirchen (ich denke oft an Bad Herrenhalb) u. a. . Ich brauche sie, um das zu wissen, sie bleiben meine größte Motivation bis heute.
Die menschlichen Kämpfe gehen weiter. Armut und Hunger sind mir am wichtigsten. Aus diesem Grund war ich seit 2005 an Initiativen zur Förderung der Gemeinde beteiligt und gründete in meiner Gemeinde in Katlehong, Germiston, Südafrika, eine gemeinnützige Organisation. Wir helfen den schutzbedürftigen Gemeinschaften mit verschiedenen Programmen wie der Entwicklung von Fähigkeiten, Initiativen zur Bekämpfung von Armut, Beratung usw.
Wir haben eine Datenbank mit mehr als 1300 Familien in verschiedenen Teilen von SA. Mit dem Ausbruch von covid-19 und einer von der Regierung ergriffenen Sperrmaßnahme, um die Auswirkungen der Pandemie zu minimieren, sind unsere Begünstigten stark betroffen.
Es ist noch schwieriger für sie, unter den gegebenen Umständen zu überleben. Kurz vor der Wintersaison versuchen wir, unsere Bemühungen um Hilfe zu verdreifachen.
Die größte Herausforderung ist die Ernährung und die Verhinderung einer weiteren Ausbreitung der Infektion. Bitte helfen Sie uns, die Belastung zu verringern. Ich wende mich an Sie, um uns zu helfen, die Auswirkungen der Pandemie auf unser Volk zu verringern.
Ein Beitrag zu Lebensmittelpaketen, Masken, Hygieneartikeln, Seifen und Kleidung wird sehr geschätzt.“

Soweit dieser wunderbare Mensch. Sie können auch über Facebook gerne mit ihm Kontakt aufnehmen. Pakete schicken ist leider sinnlos, ich habe es versucht mit Adressen in Asien, aber Corona bremst auch das aus. Aber Geld kann helfen und als das Projekt Amathuba hier geschaffen wurde hat es auch eine Vereinsgründung gegeben, anerkannt in Hessen und berechtigt, Spendenbelege auszuzustellen. Förderverein Amathuba e.V. IBAN DE22 5019 0000 6000 3306 88 – ich garantiere, dass Spenden 1:1 an Nndwakulu bzw. sein Projekt fließen werden.  

Und hier, bei uns? Geht’s wieder los? Corona – war da was?

Müde der Zahlen und froh, dass es wieder losgeht. Hier öffnen Restaurants, dort Kinos und endlich soll auch der Ball wieder laufen. Ich bin gespannt, ob jemand an die Fans gedacht hat, die sich doch Fußball gönnen, nicht nur ansehen. Und das mit DEM Derby, BVB – S04, das war schon ohne Corona  für Fans vor Ort gesundheitsschädlicher als für die Spieler auf dem Platz.

Mit Reisen wird das schwieriger. So lange das Prinzip „Abstand halten“ und „Kontaktsperre“ lautet, geht gar nichts. Der anstehende Sommer wird es zeigen. Vielleicht haben wir Glück. Glück beim „Derby“ und den anderen Spielen, die von zehntausenden Fans außerhalb der Stadien begleitet werden, Glück, dass weder Rüdesheim noch Rothenburg, weder Berlin noch München überlaufen und die Strände an Nord- und Ostsee überquellen werden. Und vielleicht werden die ermüdenden Zahlen aus dem RKI niemanden erschrecken. So kann es kommen. Aber auch anders.

Ich habe in den Anhang einen Artikel von Ranga Yogeshwar zur Info gelegt, der „Phase Zwei“ beschreibt, ich mag seine Art zu erklären, man fühlt sich auch als Laie in der Lage, komplizierte Zusammenhänge zu verstehen.  

Und wir?

Für uns bleibt die Aufgabe: Überleben. Alles tun, damit die Firma ggf. auch ein ganzes Jahr ohne Umsätze bestehen bleibt. Darum geht es. Die Welt wird nicht untergehen, aber Reisen, wie es uns vorschwebt und was wir seit 34 Jahren praktizieren, heißt Treffen, Begegnen, Kennenlernen, Austauschen und bitte auch Berühren, Umarmen und ganz sicher nicht wie im Knast mit Plexiglas zur Abgrenzung. Wir wollen etwas anderes. Und es wird auch wieder möglich sein. Nur wann, das weiß niemand. Uns würde helfen: Gesichtsmaskenpflicht für Nase & Mund, eine App die JEDEN und überall erfasst und natürlich TESTEN, was das Zeug hält. Wer Fußballprofis testet kann auch Reisende testen, vor und nach einer Reise. Und irgendwann kommt die Impfung, und dann bitte keine Debatten um Impfpflicht. Wer nicht verstanden hat, was ein Virus anrichten kann muss zu seinem Glück notfalls gezwungen werden, es sei denn man isoliert sich zuhause. Stubenhocker aber finden wir unter unseren Kunden keine und wir möchten auch, dass die Welt sich unser schönes Deutschland anschauen kann und viele Freundschaften über alle Grenzen hinweg dabei entstehen.

Und so bin ich für heute bei meinem letzten Anhang. Wieder, ist doch komisch, musste ich für uns ein Interview in einer Schweizer Zeitung lesen, passend zum Jahrestag und, erstaunlich, mit einem Deutschen Historiker, Heinrich August Winkler. Viel Spaß.

Bleiben Sie gesund

 

 

 

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Heinrich August Winkler.pdf
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Newsletter 22.04.2020

Liebe Reisefreunde,

 

Ich möchte gerne lieber heute als morgen wieder Reisen verkaufen, Reisende treffen, die sich auf die gut geplante ausgewählte Reise vorbereiten, mit meinen Kunden aus ihren Träumen reale Routen, Programme und Erlebnisse entwickeln, die alle glücklich machen, und bei ihnen nachhaltige Eindrücke für das ganze Leben hinterlassen.

Stattdessen täglich Corona, was sonst?

 

Dabei lerne ich in meinem Alter noch eine Menge dazu, bin dafür auch dankbar.

Ich muss zuerst einmal unsere Regierung loben. Frau Merkel, Wissenschaftlerin, heute ein Glück für Deutschland, hat einen Plan. Ich brauchte bis zum Freitag, diesen zu verstehen, denn eigentlich ist nicht vorgesehen, dass man ihn versteht.

Was geschieht und wohin führt es?

Seit 50 Tagen tobt ein Katz und Mausspiel der Worte. Ich denke, es geht uns allen so, heute sehen wir, an Pfingsten wird alles wieder normal (gestern z.B. musste auf Anfrage das zuständige Ministerium in Hessen erklären, dass Stand jetzt, verglichen mit dem Vorjahr im April, weniger Menschen 2020 gestorben sind) und nur wenig später fragt man sich, ob der Oktober vor Pfingsten liegt, weil doch in München DAS Fest der Feste abgesagt wurde.

 

Was weiß man sicher?

·         Das Virus ist da und es ist gefährlich

·         Es gibt weder Medizin noch eine Schutzimpfung

·         Niemand weiß wer wie infiziert ist, niemand sagt, wie viele in Deutschland getestet wurden.  Die täglichen Statistiken sind wertlos.

 

Alles andere ist Futter für die Medien -oder?

Masken. Nutzlos wurden sie genannt und ich habe es befolgt. Noch im Februar bei Besuchen in Kambodscha und Myanmar trugen die meisten diesen Schutz, ich nicht. Ich sollte Freunden welche mitbringen, aber unsere Apotheken hatten keine einzige. Dann als Erklärung, nur wer infiziert ist, schützt durch eine Maske andere, wer es nicht ist, hat hingegen keinen sicheren Schutz. Na toll. Trägt jede/r eine Maske reduziert sich die Gefahr einer Verbreitung schon deshalb, weil wer infiziert ist, andere jetzt kaum noch infizieren kann. Warum trotzdem keine Masken? Weil man keine hat. Es reicht nicht für das Pflegepersonal, für die Bediensteten im öffentlichen Dienst, die Kinderbetreuer/innen, Lehrer/innen, oder jene, die an Kassen der Märkte, Apotheken etc. arbeiten. Jetzt, da nach sieben Wochen die Versorgung mit Masken möglich scheint, gehen Behörden dazu über, das Tragen zur Pflicht zu machen. Endlich. In Jena macht man das seit dem 2.4. und hat seitdem keine Neuinfektionen in der Stadt. Geht’s noch?

     

Tests. Ich dachte, das wäre klar. Je mehr desto besser und je schneller, desto gut. Wenn es nach den Spezialisten geht, gibt es zahllose Träger des Virus, diese stecken andere an, und diese Träger haben niemals auch nur eine Ahnung von ihrer Rolle, sie zeigen keine Symptome. Also testen: Klinisches Personal ständig, ebenso Alten- und Kinderpfleger, Lehrer/innen und alle, die in der Öffentlichkeit Dienst tun, natürlich auch Polizei und Ordnungsamt und Seelsorger/innen, denn wer negativ ist könnte ja endlich einmal die weggesperrten Seniorinnen und Senioren in diesen Heimen besuchen. Noch perfekter, wer im Test nachgewiesen bekommt, das Virus überstanden zu haben, kann doch die eigene Immunität nutzen, wo immer sie dringend gefragt ist. Aber nein, wie bei den Masken scheitert alles daran, dass wir es nicht ausreichend zur Verfügung haben.

 

App’s (application, auf deutsch ANWENDUNG). Man lädt sich auf das Mobiltelefon eine App, die –vereinfacht- das zuständige Gesundheitsamt mit mir in Verbindung setzt und hält. Nichts anderes passiert bereits, nur tun dies Geschäftsleute über google etc., die zu unserer Überraschung wissen, wo wir sind und was wir machen. Hier ginge es aber nicht um Strumpfhosen oder Spagetti, sondern um Gesundheit. Jede/r wird informiert, falls ein (auch zufälliger) Kontakt zu einer infizierten Person vorliegt und aufgefordert, sich beim Amt für einen test (müssen natürlich vorrätig sein) zu melden, um sicher zu stellen, liegt eine Infektion vor und muss Quarantäne verordnet werden oder nicht. Die App erlaubt dann auch die für zwei Wochen erforderliche Kontrolle des Verlaufs. So wenigstens macht man es erfolgreich in Taiwan. Erst braucht es Wochen, dies zu diskutieren, dann noch länger, eine App zu entwickeln, wobei auch Wettbewerbsrecht zu beachten ist, also Ausschreibung erfolgen muss, und letztlich wollen Datenschützer, die bei google und facebook abwinken, auch mitsprechen und verlangen als minimales Kriterium für ein Zustimmung die Freiwilligkeit. Niemand hat gefragt, ob ich freiwillig private Kontakte auf’s digitale reduziere oder gar meinem Beruf nicht mehr nachgehen darf. Aber für die App ist das existentiell. Wir werden also irgendwann irgendeine App haben und da sie nur Sinn macht, wenn eine große Mehrheit sie auch nutzt, also herunterlädt, wird man nach einer Testphase, die kommt zu den schon vergeudeten Wochen noch hinzu, in der die erforderliche Zustimmung nicht erzielt wird, dann doch –wie bei den Masken- zur Pflicht kommen. Denn, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, kein Fachmensch bezweifelt den Nutzen und die Dringlichkeit, gerade dieses Instrument zur Eindämmung der Verbreitung des Virus einsetzen zu können.

 

Obduktionen. Ein unappetitliches Thema. Mit Begeisterung sehe ich die ARD Wiederholung über die Charité in Berlin. Vor über 100 Jahren Zentrum medizinischer Forschung und eigentlich, so auch über den Eingang gemeißelt, freut sich der Tod, hier dem Leben einen Dienst zu erweisen: Wer wissen will, warum jemand stirbt, muss obduzieren. Angeblich zum Schutz des Personals (ist obduzieren nicht tägliche Arbeit bei der Obduktion?) hält das RKI aber nichts davon. Oder besser „hielt“, denn jetzt haben sie ihre Meinung vorsichtig revidiert. Praktisch aber wird weiterhin nicht obduziert! Nur Hamburg geht seit Beginn einen anderen Weg. Bei jedem Coronasfall wird nachgeschaut, welche Todesursachen vorliegen und wie das Virus in diesen Körpern wirkt. Mit aufschlussreichen Ergebnissen! Wirklich uninteressant für das RKI?

 

Abstandsregeln. Konsens, alle bestätigen den Sinn dieser Regel, sie war auch die erste, die als GESETZ unumstößlich galt und gilt, DIE Lösung schlechthin. Und, was dabei nicht vergessen werden soll, sie kostet NICHTS.

 

Unsere Regierung ist nicht dumm, alles was seit Anfang März geschieht hat Hand und Fuß. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Flunkern sei auch genehmigt, denn tatsächlich wollte doch niemand von uns Anfang März wissen, dass das Virus da ist und bleibt. Und zwar so lange, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht. Also mindestens bis 2021. Herrn Söder sei Dank, dass er der öffentlichen Euphorie angesichts einiger Lockerungsübungen reinen Wein eingeschenkt hat, auch wenn das Oktoberfest eher eine Party im Bierrausch ist (wäre).

 

Und so ergibt sich ein Bild, das die wichtigste Antwort enthält, nach der wir alle suchen: Wie lange noch? Minister Spahn hat dafür eine wunderbare Wortwahl kreiert: Wir sind auf dem Wege in eine neue Normalität. Grandios: NEUE Normalität. Also nicht zurück in den Februar oder gar 2019, dafür aber doch Normalität. Wenn auch neu. Er meint damit, denn zuvor postulierte er, dass das Virus sich jetzt unter Kontrolle befände, dass es so wird wie es ist. Ich glaube, dass war es, was die Regierung seit Anfang März plante.

Es soll so bleiben wie es ist, da das Virus unter uns ist und weder Medizin noch Impfstoff vorliegen. Das wichtigste Element ist die Abstandsregel, wird jetzt peu à peu durch Maskenpflicht, App und Massentests ergänzt werden, alles das, was man in Asien (China, Japan, Korea, Singapur und Vietnam) seit Januar praktiziert. Und als Gegenleistung werden bei uns bestimmte Freiheiten wieder zugelassen, wenigstens so lange, wie die Kontrolle über die Verbreitung des Virus gegeben ist, und die Verantwortung hat man gleich an uns alle weitergereicht.

 

Es ist konsequent, wenn Massenveranstaltungen nicht dazu gehören werden und Tourismus ist mit Abstandshaltung ein Antagonismus. Medien meinen, Deutschland könne ja Inlandsreisen zulassen. Sicher doch, dann kommen zu den Massen des Vorjahres an den Stränden von Nord- und Ostsee noch jene hinzu, die sonst nach Mallorca oder die Türkei geflogen sind. Viel Spaß. Oder, DDR Bürger werden sich erinnern, das Bettenangebot wird ausgedünnt und per Zuteilung darf jede Familie mal reisen, egal wohin und nach Zufallsprinzip sowie immer schön auf Abstand, ein Familienministerium haben wir ja schon.

 

Da alles somit daran hängt, wann ein Impfstoff zur Verfügung steht (bitte, das heißt für Milliarden Menschen zur Verfügung steht), habe ich in einer Rubrik „Für Sie gelesen“ in den Anhang einige Hinweise eingefügt und dazu auch etwas zur Auflockerung der Gedanken ergänzt.

 

Zum Schluss. Was machen wir?

·         Alles um die Kosten zu senken

·         Streng an Gesetze halten

·         Kontakte zu unseren langjährigen Kunden pflegen

·         Mit allen Mitteln die Insolvenz verhindern und startbereit sein, wenn es wieder heißt: Einmal sehen ist besser als hundertmal hören (Konfuzius)

Und wir lernen. Die durchaus intelligente Frage, womit verdienen eigentlich Reiseveranstalter ihr Geld?

Weiß jemand die Antwort?

Die, die uns schon im Büro besucht hatten, wissen wenigstens: Wir verkaufen weder Würstchen noch Kaffee und wir bieten auch keinen Massageservice.

Die ersten zehn richtigen Antworten honrieren wir mit einem schönen Buchpräsent

 

 

News zu Corona.pdf
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Newsletter 13.04.2020

Liebe Freunde,

ein hoch geschätzter Kunde von uns, erfahren auch als Organisator und Moderator von Studien- und Begegnungsreisen hat mich

freundlicherweise auf einen Text aus der Schweiz aufmerksam geamcht, den Prof. Dr. med. Dr. h.c. Paul Robert Vogt verfasst hat

und der uns alle angeht, mich geradezu elektriziert hat.

Endlich, so meine Empfindung, einmal keine Sensationspresse, keine politische Akrobatik und ein Wissenschaftler, der ein Gesamtbild malen kann.

Prof. Vogt hat zudem im Auge der Pandemie, in Wuhan, gearbeitet, unterhält zu den dortigen Wissenschaftlern seit 20 Jahren Kontakt.

Der Text ist im Anhang, ich kann es nur empfehlen. Für jene, für die diese Darstellung zu umfänglich ist, hier die Zusammenfassung:

* Das Virus ist extrem gefährlich

* Es betrifft keineswegs vornehmlich oder gar nur Ältere

* Das Virus kündigte sich an:

2003 SARS

2012 MERS

2013 simulierte das Robert Koch Institut für den Deutschen Bundestag eine Corona-Pandemie

2015 Bill Gates warnt die Welt, da sie auf die nächste Pandemie unvorbereitet ist

2016 bestätigen in Fachzeitschriften veröffentlichte Forschungsarbeiten diese Warnungen

2019 veröffentlicht der Wuhaner Wissenschaftler Peng Zhou (im März) seine epidemologischen Studien und sagt die Pandemie voraus

2019 zum Jahresende ist China gezwungen, der WHO 27 Fälle mit atypischer Pneunomie zu melden. Peng Zhou wird durch die Praxis bestätigt. 

Ab dem 31.12.19 musste man nur "bat + coronavirus" in "PubMed" der U.S. National Library of Medicine eingeben und alle Daten lagen vor.

Man konnte wissen was 1. auf uns zukommt und 2. was zu tun ist!

Spannend.

Prof. Vogt trennt Politik und Ideologie von einem medizinischen Thema und verweigert sich unethischen Gedanken der Selektion.

Wohltuend und ehrlich, verständlich auch für Laien. 

 

Wir haben diesen Text aus "Die Mittelländische .. Für mehr Durchblick" vom 7.4.2020 entnommen. 

 

Corona Prof. Vogt.pdf
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