Usbekistan

Seidenstraße

 

Khiva, Bukhara und Samarkand waren 3 wichtige Zwischenstopps für Händler, die über die Seidenstraße von China nach Europa und Nordafrika reisten, und alle wurden mühevoll in ihren früheren Glanz zurückversetzt - denken Sie an glitzernde Minarette, üppige Kuppeln und hypnotische Mosaiken.

Taschkent - Urgentsch - Khiva - Buchara - Samarkand - Duschanbe - Turfan - Dunhuang - Lanzhou - Xining - Xian

15 Tage / 12 Übernachtungen

 

01. Tag: Deutschland - Taschkent

Flug am frühen Nachmittag von Deutschland nach Taschkent z.B. mit der Aeroflot über Moskau.

 

02. Tag: Taschkent

Ankunft in der Nacht. Begrüßung durch Ihre ständige, deutschsprechende Reiseleitung und Transfer zum Hotel „Shodlik Palace“ (oder gleichwertig). Zeit zum Frischmachen und noch ein wenig zu schlafen.

Nach dem Frühstück im Hotel besichtigen Sie die Altstadt von Taschkent - ein von Leben erfülltes Freilichtmuseum. Sie sehen u. a. die Medresse Barak Chan (aktive Koranschule/Hochschule) - heute die Verwaltung der Sunnitischen Muslimischen Gemeinde Usbekistans - aus der Dynastie der Schaibaniden, die Medresse Kukeldasch mit 38 Wohnzellen von nur 4 qm Größe und das Mausoleum Kaffal Schasch.

Am Nachmittag lernen Sie das neue Taschkent mit seinen Sehenswürdigkeiten kennen und besuchen u. a. den Platz der Völkerfreundschaft mit der Abdul Chasim Medresse, das Opern- und Balletttheater und den Amir Timur Platz. Abendessen in einem Restaurant der Stadt und Übernachtung im Hotel in Tashkent.

 

03. Tag: Taschkent - Urgentsch - Khiva

Am frühen Morgen Transfer zum Flughafen und Flug nach Urgentsch (ca. 07:10 bis 8:50 Uhr), Transfer zum Hotel „Malika Khiva“ (oder gleichwertig) in Chiva. Die Altstadt Chivas ist von einer vollständig erhaltenen Stadtmauer umschlossen -  in von Leben erfülltes Freilichtmuseum. Auf einer ausführlichen Stadtbesichtigung lernen Sie diese Stadt kennen mit u. a. dem Besuch der Juma Moschee und der Zitadelle Kunya Ark an der westlichen Mauer von Ichan Kala, deren Gebäude aus dem 17. - 19. Jhd. stammen. Kunya Ark diente als offizielle Residenz der Chiwaer Chane. Sie beherbergte die Kanzlei, das Arsenal, den Münzhof, eine Moschee und den Empfangssaal. Des Weiteren besuchen Sie das Pahlavon Machmud Mausoleum sowie das Islam Chodja Minarett und Medresse - beides zu Beginn des 20. Jhd. errichtet. Am Nachmittag besichtigen Sie den Nurulla Bai Palast, Residenz von Isfandijar Chan mit einem Hof und einer Empfangshalle im modernen Stil. Anschließend lernen Sie den Palast Toza Bog kennen, der einst die Sommerresidenz von Mohammed Rachim Chan II war und von einem Architekten aus St. Petersburg erbaut wurde.

Abendessen und Übernachtung im Hotel.

04. Tag: Khiva - Buchara

Frühstück im Hotel und Fahrt mit dem Bus über die Wüste Kizilkum nach Buchara. Nach Ankunft in Buchara Transfer zum Hotel „Lyaby Khauz“ (oder gleichwertig) und Zimmerverteilung. Buchara - die Stadt liegt als dichtbesiedelte Oase mitten in der Sandwüste Kizilkum. Das Kalon-Minarett, Wahrzeichen der Stadt, wies bereits zu vormongolischer Zeit Karawanen den Weg zu der "heiligen Stadt des Islams". Zusammen mit Samarkand und Chiwa zählt Buchara zu den Städten des "Goldenen Rings". Die frühere Kaufmannstadt an der Seidenstraße galt schon vor über 2000 Jahren als ein großes Kultur- und Handelszentrum. Am späten Nachmittag besichtigen Sie die ARK Festung, ehemaliger Regierungssitz der Herrscher von Buchara mit Zitadelle. Danach besuchen Sie die der Zitadelle gegenüberliegende Bolo Hauz Moschee aus dem Jahre 1712, die hauptsächlich als Haupt- und Freitagsmoschee diente. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

 

05. Tag: Buchara

Frühstück im Hotel. Der heutige Tag bietet Ihnen eine ganztägige, ausführliche Stadtbesichtigung mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der OASENSTADT Buchara. Sie lernen u. a. das Chaschma Ayub Mausoleum, die Miri-Arab Medresse, die Medresse Ulug Beg (älteste erhaltene Medresse in Zentralasien), die Marktkuppelbauten und drei Basarzentren Togi – Zargaron (1570), Togi-Tilpak Furuschon sowie Togi-Sarrafon kennen. Des Weiteren besichtigen Sie das Mausoleum der Samaiden und den bekannten Kolon Komplex mit u. a. der Moschee Kolon (12. Jhd.) und des Minaretts Kolon, ein 48 Meter hoher Turm und eigentliches Wahrzeichen Bucharas. Danach besuchen Sie eine Fabrik, in der Goldstickerei gefertigt wird, bevor Sie am Nachmittag zur Sommerresidenz Sitorai Mohi Hosa mit dem Palast des letzten regierenden Emirs von Buchara, des Said Olim-Chan, fahren. Zum Abschluss des Tages besichtigen Sie die Grabstätte des Bahauddin Nashbandi, ca. 10 km östlich von Buchara gelegen. Dieser Komplex ist äußerst interessant und hier können Sie einen Einblick in den lebendigen Islam erleben und haben Gelegenheit mit dem Imam ein Gespräch zu führen. Rückkehr nach Buchara und Abendessen in der Medresse Nadir Devon-Begi mit Folklore Show. Übernachtung im Hotel.

06. Tag: Buchara - Samarkand

Nach dem Frühstück besuchen Sie die jüdische Synagoge mit eigener Schule der „Juden von Buchara“ in der Altstadt. Danach verlassen Sie die Oasenstadt und fahren mit dem Bus nach Samarkand. Ankunft in Samarkand gegen Mittag. Zunächst besuchen Sie das Afrosiyob Museum und dessen Ausgrabungen. 

Danach steht die Besichtigung des REGISTAN Platzes mit der Medresse Ulug Beg, die Medresse Shir-Dor und der Medresse Tillja-Kari auf dem Programm. Zum Abschluss des Tages lernen Sie die Bibi-Khamum Moschee kennen und besichtigen Sie die eindrucksvolle Nekropole Shohizinda, ein 70 Meter langer Korridor an dem 16 Gebäude, Mausoleen und Moscheen angeordnet sind. Transfer zum Hotel. Abendessen und Übernachtung im Hotel.

 

07. Tag: Samarkand - Duschanbe

Nach dem Frühstück fahren Sie mit dem Bus zur Usbekischen-Tadschikischen Grenze „Jar Tepe“ (35 km). Nach Erledigung der Aus- und Einreiseformalitäten steigen Sie in Jeeps und fahren entlang des Pamirgebirges nach Duschanbe. Gegen Abend erreichen Sie Duschanbe. Abendessen. Gegen 22 Uhr Transfer zum Flughafen von Duschanbe.

08. Tag: Duschanbe - Urumqi - Turfan

Um 01:30h startet das Flugzeug und um 07:10h (jeweils Ortszeit!) erreichen Sie Urumqi. Nach den Einreiseformalitäten und der Passkontrolle erwartet Sie die neue, Ihre chinesische, auch wieder deutschsprechende, Reiseleitung. Danach fahren Sie weiter nach Turfan, einer der bekanntesten Orte in China mit sehr ruhmreicher Geschichte. Hier ist der tiefste Punkt (nach dem Toten Meer) der Welt und wird gleichzeitig die süßeste Traube und die saftigste Wassermelone angebaut. Es klingt wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht und bleibt trotz eigener Anschauung ein Wunder, das nur mit der Großen Mauer oder dem Kaiserkanal vergleichbar ist. Unterbringung im 3-Sterne-Hotel OASIS. Hier legen Sie erst einmal eine Ruhepause ein. Machen sich frisch und gehen zum Mittagessen. Nachmittags beginnt der erste Teil des Besichtigungsprogramms. Besichtigung der Karenzen, ein unterirdisches Kanalsystem von mehreren Tausend Kilometer Länge, mit denen schon vor 2000 Jahren das Schmelzwasser des Tianshan (Himmelsgebirge) unter den Wüsten in diese Oase geleitet wurden, um jenen Früchten lebensnotwendiges Elixier zu zuführen. Sie besichtigen heute auch die Emin-Moschee, deren Minarett den Stolz uigurischen Baustils darstellt.

09. Tag: Turfan

Vormittags besichtigen Sie die Ruinen der Stadt Jiaohe, vor mehr als 2200 Jahren Hauptstadt des Cheshi Reiches. Hier sind die Spuren der Zerstörung Dschingis Khans und atmet die Geschichte des Kernlands des asiatischen Kontinents. Dieses Land hier wurde zwischen Chinesen, Uiguren, Tibetern und Mongolen umkämpft, war buddhistisch und islamisch geprägt und ist somit ein Juwel kulturhistorischer Prozesse, in dessen Zentrum Turfan liegt. Auf dem Wege nach der zweiten großen Ruinenstadt Gaochang, besichtigen Sie kurz den Flammenberg, ein in der asiatischen Literatur bedeutender mystischer Berg. Nachmittags folgt die Besichtigung der Grabstätten Astana, wo drei Gräber für Besucher geöffnet wurden. Durch eine Landschaft, die am ehesten an TV-Bilder aus Afghanistan erinnert, führt der Weg weiter nach Bezeklik, wo sich die Tausend-Buddha-Höhlen befinden. In Einsiedlermanier haben hier Mönche wertvolle Dokumente der Zeitgeschichte geschaffen, meistens wurden sie aber Opfer von Räubern aus Europa, darunter bedeutende Archäologen aus Deutschland, deren Diebesgut noch heute in deutschen Museen, z. B. in Berlin zu bestaunen ist. Unter den Dieben befindet sich auch der eigentliche Namensgeber dieser "Seidenstraße", Freiherr von Richthofen. Am Abend beginnt die Fahrt mit dem Nachtzug im Schlafwagen (4-Bett-Abteil) nach Dunhuang.

10. Tag: Dunhuang

Nach der Ankunft am Bahnhof folgt noch eine Fahrt mit dem Bus quer durch die Wüste Gobi ehe am Vormittag zunächst Ihr Hotel erreicht wird. Nach dem Frischmachen gehört die Zeit bis zur Mittagspause den Sanddünen um Dunhuang, dessen literarische Attraktion der Mondsichel-See darstellt. Der Nachmittag gehört ganz dem Weltkulturerbe "Mogao Grotten". Hier sind in mehr als 1000 Jahren 492 Höhlen in die Sandsteinwand gehauen worden, entstanden 2415 Tonstatuen und mehr als 45.000 qm Wandmalereien. Ein Schatz zum Kennenlernen buddhistischer Kultur, der seit einigen Jahrzehnten mühselig vor dem drohenden Verfall durch aufwendige Baumaßnahmen geschützt wird. Diese Bauten lassen die Grotten von außen etwas unwirklich erscheinen, aber in den Höhlen bieten sich grandiose Bilder. Nach der Zerstörung zweier Buddha-Statuen durch die Taliban in Afghanistan stehen jetzt in Dunhuang die zweit- und drittgrößten Buddha-Statuen der Welt. Unterbringung im Hotel.

11. Tag: Dunhuang - Jiayuguan - Lanzhou

Nach dem Frühstück fahren Sie mit dem Bus ca. 4 Stunden ostwärts bis zur Stadt Jiayuguan. Hier befindet sich das westliche Ende der Großen Mauer. Ein bestens restauriertes Fort mit Bauern und Türmen erwartet die Besucher und ein schönes Museum zeugt von der Geschichte dieses größten Bauwerks der Erde. Je nach Zeit könne auch noch antike Grabstätten aus der Tangzeit besichtigt werden. Um 15:06h fährt der Zug T 9206 nach Lanzhou und für Stunden genießen Sie die einmalige Landschaft, wenn der Zug auf der linken Seite den Blick auf die Wüste Gobi freigibt und rechts das Gebirge Qilian Shan mit vielen Gipfeln deutlich über 5000 m die natürliche Grenze bildet, an dessen Fuße sich dereinst die Seidenstraße entlang zog.  Unterbringung im Hotel.

12. Tag: Lanzhou – Xining

Sie verlassen Lanzhou, die Hauptstadt der Provinz Gansu, und fahren gleich westwärts zur Besichtigung der Bingling Grotten. Diese vielleicht von außen schönsten Grotten in China liegen nach einer kurzen Bootsfahrt auf dem hier entzückend schönen Gelben Fluss inmitten wunderbarer Berge und werden durch eine 27 m hohe Buddha-Statue überragt. Insgesamt gibt es hier 34 Grotten und 149 Nischen mit Hunderten Skulpturen und es wird gerade der abenteuerlich anmutende Rundgang auf Holzplanken instand gesetzt. Dieser Ausflug beinhaltet auch eine fast einstündige Fährfahrt über den künstlichen Liujia Xia. Nach der Besichtigung fahren Sie weiter mit dem Bus nach Xining und besichtigen vor Erreichen der Stadt das bedeutendste Kloster der Gelbmützensekte, das Kloster Kumbum (auch Ta'er genannt), ebenfalls zu den 6 größten lamaistischen Klosteranlagen zählend, das im 16. Jhd.  errichtet wurde.  Unterbringung im Hotel.

 

13. Tag: Xining - Xian

Von Xining fliegen Sie heute weiter nach Xian.

Lange bevor Peking Kaiserstadt wurde war Xian das kulturelle und politische Zentrum des riesigen Reiches. Zu dieser Zeit hieß die Stadt Chang'an und die Tang-Dynastie ist gleichbedeutend mit einer der reichsten Zeitabschnitte in der Geschichte Chinas. Im 8. Jhd. hatte Xian bereits 2 Millionen Einwohner und hier bündelte sich der weltweite Handel mit Seide und anderen Produkten chinesischer Manufaktur- und Handwerkskunst. Außenpolitisch erweiterte die Tang-Dynastie die Einflüsse und eroberte neue Gebiete, die dem Reich eingeordnet wurden, darunter auch Tibet. In dieser Blütezeit Chinas entstanden auch solch wagemutige Bauten wie der Kaiserkanal, mit deren Hilfe der Handel nie gekannten Aufschwung nahm.

Nach der Ankunft am Flughafen fahren Sie nach Xian und besuchen zunächst die Terrakotta-Armee. Danach unternehmen Sie eine Stadtrundfahrt mit Besichtigung der großen Stadtmauer. Zum Abschluss des Tages besuchen Sie den Stelenwald, ein Museum für Stelen und Steinskulturen.

Unterbringung im Hotel.

 

14. Tag: Xian

Der Tag gehört noch der wunderschönen einstigen Kaiserstadt mit ihren zahllosen Sehenswürdigkeiten. Das Programm vom Vortag mag nicht ganz erfüllt worden sein, es wird heute nachgeholt und neben dem Bummel durch die von hohen Mauern wehrhaft gebaute Altstadt folgt ein Bummel durch das moslemische Viertel mit seinen Märkten und Moscheen. Am Abend Transfer zum Flughafen und Beginn des Rückflugs.

 

15. Tag: Deutschland

Ankunft in Deutschland gegen Vormittag/Mittag (je nach Wahl der Fluggesellschaft und des Flughafens in Deutschland).

 

Ende einer wunderschönen Rundreise.