DSGVO

Ein Kommentar vom Geschäftsführer, Klaus Ludwig:

 

Politiker der EU sprechen sogar von einem Vorbild für die ganze Welt. Wow, man möchte mit ihnen anstoßen und Schultern klopfen. Das Ding heißt DSGVO und soll uns alle vor Datenmissbrauch schützen. Schluss mit Durchleuchtung und Entmündigung. Ob Verbraucher mit Karten zahlen, Bonusleistungen mitnehmen, Emails versenden oder in Facebook surfen, bei google suchen, twittern, im Internet surfen und Whatsapp nutzen, überall werden Verbraucher gescannt. Nützlich für alles: Was wir konsumieren, mögen oder hassen, wen wir wählen. Schluss damit. Der gläserne Mensch wird wieder Fleisch und Blut, unsere kleinen Geheimnisse behalten wir für uns. Ein Hoch auf die Volksvertreter.

Wer hat eigentlich bis jetzt Daten abgefischt und Verbraucher verwirrt?

Jedenfalls nicht kleine Firmen oder Vereine, Privatpersonen, die sich engagieren oder zusätzlich Geld verdienen wollen. Denn dazu bedarf es riesiger finanzieller Ressourcen, höchster IT Qualifikation und Hirnen wie von Zuckerberg. Wir sind das nicht und wir haben das alles nicht. Wir verkaufen Reisen, nicht Daten, so wie unser Nachbar Schuhe oder gegenüber Indian Fast Food. Uns fehlt zum Datenmissbrauch das Geld und die IT Kompetenz.

Womit wurden eigentlich Zuckerberg und seine Kumpane bei Google & Co Milliardäre? Mit eben jenem Geschäftsmodell: Werbung optimieren durch Datenverkauf. Sammeln und verwerten. Sie und ihre Ideologen sind da ganz ehrlich: Das Öl dieses Jahrhunderts sind Daten.

Sind wir zu blöd, unsere Kundendaten auch zu Geld zu machen? 

Nein, wir brauchen diese Daten zum Kauf von Flugtickets, Schiffspassagen oder Bahn- bzw. Busfahrkarten. Wir führen Adressdateien, schreiben Rechnungen, beantworten Fragen unserer Kunden und kommunizieren mit unseren weltweiten Partnern über Leistungen, melden Zimmerwünsche usw. Passkopien werden für Transportbuchungen benötigt, Pässe zur Visumsbesorgung und Kreditkartendaten, wenn Kunden über Broker ihre Zahlungen an uns erledigen wollen. Ohne diese Daten geht gar nichts, und diese Daten sind bei uns seit 33 Jahren sicher.

Nun verlangt der Gesetzgeber von uns, wie von hunderttausenden Gewerbetreibenden, ebenso vielen ehrenamtlichen Vereinsaktivisten, dass wir (!!!!!) für die Sicherheit der Kundendaten garantieren, und das nicht nur in unserem Büro, Team oder PC, nein auch wenn durch Nutzung der elektronischen Medien diese außer Haus auf dem Wege zum Kunden oder zu Dienstleistern zur Weiterbearbeitung sind. Wir machen uns strafbar, wenn Dritte zu den Daten Zugang finden. Das heißt, alle die gewerblich oder ehrenamtlich Daten von Dritten haben, werden per se inkriminiert. Niemand von den Hundertausenden Klein- und Mittelbetrieben hat je Daten verkauft und niemand, der Daten sucht, gibt sich mit den Peanuts zufrieden, die wir zu Arbeitszwecken verwalten. Faktisch haben wir mit den Sorgen der Verbraucher gar nichts zu tun. Und weil dies so ist, wird ein Gesetz, das uns binden will, dem Verbraucher nichts nutzen.

Google & Co., da sollten sich die Naivlinge nicht täuschen, werden ihr Geschäftsmodell nicht aufgeben. Sie werden sich von den Nutzern freiklicken lassen und so diesen jede Verantwortung zuschieben, während den kleinen und mittleren Händlern, auch den ehrenamtlichen Vereinen werden Verbraucher die ungewünschte (kostenlose) Werbung nicht zugestehen. Wozu auch, die kostenlose Werbeschwemme kommt immer gezielter und effizienter zum Verbraucher, gegen diese kann er sich nicht wehren. Die Mittler freut es, sie bezahlen ja für Werbung, schalten mit Hilfe der Politik jetzt jene aus, die bislang kostenlos die digitale Welt für sich nutzen wollten.

 

Der Verbraucher wird also weiter mit Werbung überschüttet, weiter ausgespäht und als Objekt selektiert, genau wie zuvor und ungehemmt auch politisch „abgefischt“, nur der Mittelstand und die Kleinbetriebe, kollateral auch die zahllosen Vereine, können weder für sich werben und noch die digitale Kommunikation nutzen. Für Verbraucher, liebe Verbraucherschützer, wird sich nichts ändern. Die Regierung will Gesetzesbrecher nicht gleich bestrafen - danke auch; aber Geier und Hyänen strahlen angesichts fetter Beute, denn ab 25.5.2018 können sie sich mit Abmahnungen auf die Leute stürzen, die dem Gesetz nicht nachkommen und kein Politiker kann sie dabei noch stoppen. Über die DSGVO wird man in kurzer Zeit nicht mehr sprechen und ihre Opfer werden unerwähnt bleiben. Damit wir nicht Opfer werden, werden wir konsequent handeln, Werbung digital einstellen, digitale Kommunikation auf das absolut Notwendige reduzieren.

Eine Lehrerin wollte das Entschuldigungsschreiben einer Azubi nicht übergeben, sondern digital zugesendet haben. Ist bequemer. Aber jetzt wohl verboten. Sie muss mit Übergabe zufrieden sein. So machen wir’s.      

 

Wer meint, alles sei gut und wird sogar noch besser, dem empfehlen wir einen Ausschnitt aus einem Artikel der FAZ vom 1.12.16, der sich mit Datenschutz und dem Fall Iran Sanktionen mit konkreten Folgen beschäftigt. Richtiger Datenschutz würde dies verhindern, die DSGVO ist davon Lichtjahre entfernt.

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